Leserbeitrag
Tüfteln, lernen, ausprobieren

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Bogenbrücke Statik erleben und dokumentieren anhand einer Bogenbrücke.

Bogenbrücke Statik erleben und dokumentieren anhand einer Bogenbrücke.

Technik verstehen durch Experimente und Eigenbau

Im Urdorfer Weihermatt-Schulhaus war während drei Projekttagen das Thema Technik angesagt. Das Motto dazu: Verstehen durch begreifen – letzteres im wahrsten Sinn des Wortes. So wurde fleissig beobachtet, an möglichen Lösungen getüftelt, aber auch thematisch Passendes nach genauer Anleitung erstellt. Was ist der Trick, dass eine Bogenbrücke hält? Wie konnte Leonardo da Vinci in einer halben Stunde eine Brücke über einen Fluss bauen, ohne dass er dazu Nägel, Seile oder Klebstoff brauchte? Wie stelle ich eine eigene Taschenlampe her? Kann man eine Camara obscura nach dem Bewundern auch selber machen? Bringen wir einen Heissluftballon zustande, der sich anschliessend wirklich in die Lüfte erhebt? Einen zimmerhohen Turm aus ein paar Zeitungen? Ein schwimmendes Objekt aus Abfall? Was kann alles fliegen und wieso? Da gab es so viel zu entdecken und auszuprobieren!

Unter- und Mittelstufe waren getrennt im Einsatz. Die Klassen wurden jedoch durchgemischt und in neue Gruppen eingeteilt. Solche und ähnliche Durchmischungen während der Projektzeit haben im Weihermatt inzwischen bereits Tradition. Der positive Effekt davon: Man lernt Schüler und Lehrpersonen kennen, mit welchen man sonst nicht viel zu tun hat. Zusammen etwas austüfteln und gemeinsam zu Stande bringen, hat wiederum etwas sehr Verbindendes. So wirken sich die Projekttage immer auch sehr positiv auf das allgemeine Schulhausklima aus. Gewaltprävention, ganz ohne Theorie, einfach in der freudigen Praxis, könnte man es auch nennen. Das mag mit ein Grund sein, wieso die Lehrerschaft jedes Jahr wieder bereit ist den grossen Zusatzaufwand für so ein Spezialprogramm auf sich zu nehmen. Die strahlenden Kinderaugen schliesslich sind dann noch das „emotionale Trinkgeld“ nach getaner Arbeit.

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