Leserbeitrag
Unihockey Virtus Wohlen 3. Liga auf Rang 2

Saisonabschluss mit zwei klaren Siegen

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Zwei Siege und Platz zwei, dies ist die Bilanz des Virtus Wohlen nach dem letzten Spieltag. Das Saisonziel erreichte das Team damit nicht, es hat aber trotzdem eine gute Meisterschaft gespielt. Mit dem Saisonende beginnt nun bereits die Planung für die Zukunft. So wird für den abtretenden Trainer Rutschmann ein Ersatz gesucht.

Die Saison ist für die Unihockeyaner aus Wohlen früher als erhofft vorbei. Schon seit mehreren Spielen steht fest, dass es zum Gruppensieg und damit zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen in die 2. Liga nicht reichen würde. Immerhin erspielten sich die Freiämter am letzten Spieltag mit einem 7-4 gegen Zugerland und einem diskussionslosen 6-0 gegen Obfelden aber noch den zweiten Schlussrang.

Die zwei Partien, in denen Wohlen stark spielte, stimmten den abtretenden Spielertrainer Daniel Rutschmann trotz Verpassen des Saisonziels versöhnlich: „Das Mannschaftsspiel, den Aufstieg, haben wir zwar verpasst, aber wir haben insgesamt eine sehr gute Saison gespielt." Wäre der Durchhänger zu Beginn der Rückrunde mit einem Punkt aus vier Spielen ausgeblieben, so wäre der erste Platz in Reichweite gewesen.

Heikle Phase überstanden

Zugerland, dessen Spieler technisch besser sind, als es der letzte Tabellenplatz erahnen lässt, hatte in der Startphase den Wohlern wenig entgegenzusetzen und geriet bis in der 15. Minute durch Treffer von Eichenberger, Pascal Benz und Hilfiker in Rückstand. Allerdings liessen die Wohler nach und die Innerschweizer erzielten in den letzten drei Spielminuten vor dem Pausenpfiff noch zwei Treffer zum 2-3. Motiviert agierte Zugerland nach der Pause und kam zu zahlreichen Konterchancen, vor allem dann, wenn Wohlen hektisch spielte. Die Aargauer überstanden aber diese heikle Phase, kontrollierten das Spiel wieder und erzielten ihre Tore: Hilfiker legte auf Andreas Meier auf (26.) und dieser bediente Fabian Meier (29.). Es stand 5-2. Nachdem Zugerland verkürzt hatte (30.), stellte Gisler den Viertorevorsprung wieder her. Drei Minuten später war es noch einmal Pascal Benz, der goldrichtig stand und in seinem zweitletzten Spiel im Wohler Dress, er tritt zurück, seinen zweiten Treffer landete. Das letzte Tor fiel vier Minuten vor Schluss zum 7-4.

Nichts anbrennen lassen

Im Hinspiel besiegte Wohlen Obfelden mit 3-0 und auch im Rückspiel zeichnete sich ein ähnliches Szenario ab. Von der ersten Minute an zeigte Wohlen eine solide Leistung. Der Virtus führte nicht nur Regie sondern dominierte den Gegner nach Belieben. Die Tore fielen denn auch in regelmässigen Abständen. Struja eröffnete bereits nach zwei Minuten das Skore, Andreas Meier doppelte nach (11.) und Michael Benz schloss eine Standartsituation zum 3-0 Pausenstand ab. Das Polster war komfortabel, zumal die Zürcher den Wohler Torhüter Dubler kaum prüften. Es waren dann Roland Müller, Andreas Meier in Unterzahl und Strebel in der letzten Spielminute, die für den Schlussstand von 6-0 sorgten. Aufgrund von zahlreichen weiteren hochkarätigen Chancen hätten die Wohler gar noch höher gewinnen können.

Positive Bilanz für Rutschmann und Meier

Mit einer kämpferischen, spielerisch ansehnlichen und vor allem einer tollen Mannschaftsleistung zog der Virtus am Zweitplatzierten Richterswil vorbei und belegt mit fünf Punkten Rückstand hinter Rotkreuz den zweiten Rang. Damit lässt sich die Bilanz von Trainer Rutschmann und seinem Co-Trainer Fabian Meier mit einem dritten (Saison 06/07) und zwei zweiten Plätzen (07/08 und 08/09) in den letzten drei Jahren sehen. Ihr Verdienst ist insbesondere eine Weiterentwicklung in taktischen Belangen.

Wer künftig die Verantwortung für das Team tragen wird und wo es zu Rochaden im Kader kommt, ist teilweise noch offen. Fest stehen momentan einzig der Rücktritt von Pascal Benz und das Ende von Rutschmanns Trainertätigkeit. Er selber wird als Spieler dem Team erhalten bleiben. Ob Fabian Meier im Trainerstab bleibt oder sich zurückzieht, ist nicht klar. Klar hingegen ist, dass sich der Virtus Wohlen einige Fragen stellen muss, etwa wo er seine Zukunft sieht und ob die Voraussetzungen gegeben sind, um auch in Zukunft den Aufstieg in die 2. Liga anzustreben. (mbe)

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