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Verwandlung bedeutet Neuanfang

Georg Schmid
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DSC01032.JPG Freiheit
DSC01053.JPG Ich und die Welt
DSC01042.JPG Die Kluft
DSC01048.JPG Fotos mit Kupferdruck

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zvg

Ausstellung Galerie NäijereHuus Hersiwil

Beide Künstlerinnen Rosmarie Gehriger aus Basel und Christa Lienhard aus Ipsach sind bekannte Kunstschaffende, die auf eine langjährige künstlerische Tätigkeit zurückblicken können. An zahlreichen Ausstellungen in Basel, an vielen Orten in der Schweiz und auf internationaler Ebene begegnet man der Malerei von Rosmarie Gehriger, aber auch den Drahtskulpturen von Christa Lienhard. Beide zeichnen sich durch viel Originalität und Aesthetik aus, aber auch durch ihre Begabung, innerliche schöpferische Prozesse nach aussen sichtbar zu machen.

Die Malerin Rosmarie Gehriger ist eine Künstlerin mit langjähriger Erfahrung in den verschiedensten Sparten der Kunst. Nebst der Malerei versteht sie sich auch auf das Fotografieren, auf die Druckgrafik . In dre Ausstellungen erlebt man eine Gegenüberstellung, ein Dialog von Fotografie und Malerei zum gleichen Thema. Der Gedanke der „Verwandlung“ beschäftigt die Künstlerin, weil sie erkennt, dass in allem Bewegung ist, dass man nichts festhalten kann, dass das Gegebene sich ständig verändert und einer neuen Bestimmung entgegengeht. Darin liegt eine grosse Faszination. Die Verwandlung des Bestehenden ist von unglaublicher Vielschichtigkeit. Ihre Malerei nimmt auf Anhieb gefangen, sie ist besetzt von angedeuteten Motiven, von geometrischen Aufteilungen, von organisch gewachsen Motiven , von Blättern und Früchten, manchmal auch nur von Farben voller erdiger, brennender Kraft, die einer Foto gegenübergestellt werden, die sich mit den gleichen Themen befasst. (...) Diese Gegenüberstellung eröffnet dem Betrachter gänzlich neue Perspektiven, er erlebt das Gleiche, Aehnliches auf unterschiedlichen Ebenen und in unterschiedlichen Bildern. Auch wenn sie sich in Farbräumen bewegt, in abstrakten Kompositionen, fühlt man ihre tiefe Verbundenheit mit natürlichen Prozessen. Die Aussage „ Kunst ist das Schütteln am Baum der Erkenntnis“ hat in ihrer Arbeit eine besondere Bedeutung, denn sie vermittelt nicht nur bildnerische Zusammenhänge, sondern auch sprachliche, sie ist eine malende Poetin.

Von grosser Faszination sind die Plastiken aus Draht von Christa Lienhard. Sie kreiert ihre Modelle aus Ton, und geht dann ganz systematisch an ihr Drahtgeflecht, arbeitet dreidimensional in einer unglaublichen Präzision und Aesthetik. Ihre Figuren werden zu Menschen, zu stehenden, tanzenden, sitzenden, zu solchen, die miteinander in einen Dialog treten, zu Menschen, so wie wir ihnen begegnen. Ihre Drahtfiguren, meist in menschlicher Grösse, stehen oder sitzen in Gärten, vor Bäumen, bei Eingängen, manchmal auch in einem Haus, in einem besonderen Raum. Sie korrespondieren immer mit ihrer Umgebung, erzählen menschliche Geschichten und strahlen nicht nur poetische Schönheit aus, sondern auch ein Stück Dynamik, eine grosse Portion Lebendigkeit, die einem unter die Haut geht. Ein Drahtgestell wird zu einem Körper, man erkennt das Persönliche, das Individuelle der einzelnen Figuren, erkennt kein Gesicht, braucht es gar nicht zu erkennen, denn in der eigenen Fantasie bekommen all diese Figuren Gesichter, Augen und begleiten den Besucher durch den Garten, durch das Treppenhaus. Nur langjährige Erfahrung macht es möglich, dass man zu einer solchen künstlerischen Ausdrucksform findet. In dieser Ausstellung sind auch kleine Plastiken zu entdecken, man staune- aus Blumendraht gehäkelt, die in sich eine Portion Sinnlichkeit tragen. Mit ihren Plastiken geht man auf eine Reise, auf eine äussere und auf eine innere, weil man erkennt, dass in der Bewegung, im zärtlichen Ausdruck eines Körpers, in seiner Transparenz, aber auch im dynamischen oder verharrenden Element so viel Menschliches liegt, das berührt und verführt.

Madeleine Schüpfer

11.Sept. 2015

Die Ausstellung dauert noch bis am 17. September 2015

Öffnungszeiten der Galerie: Sa/So 14 - 17, Mi 15 - 18, Fr 18 - 20 Uhr

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