Leserbeitrag
Wasserämter Alt-Ammänner zu Gast bei Urben+Kyburz AG

Anton Kofmel
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1992 wurden mit dem neuen Gemeindegesetz aus den Solothurner Ammännern Gemeinde-präsidenten. Die Benennung als Ammann verblieb nur noch für präsidiale Mitglieder des Regierungsrates. Ganz verschwunden ist der alte Begriff aber nicht. So treffen sich monatlich die Alt-Ammänner des äusseren Wasseramtes zu einer losen Zusammenkunft. Dem Gremium gehören inzwischen auch eine Frau an sowie die ehemaligen Bezirksbeamten. Seit 20 Jahren ist Alois Scheidegger, Aeschi, Vorsitzender.

Vor längerer Zeit hat die Firma Urben + Kyburz AG zu einer Betriebsbesichtigung nach Etziken eingeladen. Rolf Urben, Verwaltungsratspräsident und Inhaber, assistiert von seinen Bruder Bruno als technischer Leiter sowie Personalchef Christoph Gasche, präsentierte seine Firma. Gründer waren 1958 der Vater von Rolf und Bruno Urben und dessen Kompagnion Max Kyburz. Manch ein Aussenstehender staunte, was aus den bescheidenen Anfängen geworden ist und was mit Innovationsgeist möglich wurde. Die junge Unternehmung nahm ihren Betrieb zuerst in einer Holzbaracke neben dem Bahnhof Etziken auf und hat sich seither zu einem absoluten Hitechbetrieb entwickelt. Fabriziert wurden anfänglich optische Instrumente wie Feldstecher und Fernrohre. Ab 1970 hat sich der Schwerpunkt in den Bereich Präzisionsmechanik und elektrotechnische Apparate verlagert. CNC-Drehen, -Feindrehen, -Hartdrehen -Fräsen, -Bohren, -Bürsten und -Drehen sowie das Honen, Polieren und Läppen bilden die Haupttätigkeiten. 1995 kamen hydraulische Pumpen und ganze Baugruppen hinzu. Zu den Kunden zählen nationale und vor allem internationale Firmen. Gearbeitet wird in der Regel mit zwei Schichten, in dringenden Fällen aber auch drei-schichtig. Im Markt bestehen kann die Firma wegen dem schwachen Euro nur mit einem rigorosen Kostenmanagement. Rolf Urben dazu wörtlich: „Der Preisdruck ist abnormal und die Konkurrenz unerbittlich“. Unabdingbar sei zudem eine immer weitergehende Automati-sierung. Die Firma reinvestiere ihre Gewinne stets vollumfänglich in neue Maschinen und Anlagen. Auch die Teilnahme als Aussteller an den grossen einschlägigen Messen sei sehr wichtig. Oberste Maxime bleibe aber immer noch die Qualität.

Im Anschluss an die Betriebsführung waren die Gäste zu einem feinen Imbiss in einem zu einem Salon umgestalteten ehemaligen SBB-Bahnwagen eingeladen. Bei den vorbei-rauschenden Schnellzugskompositionen der Bahn 2000 erinnerten sich einige Nostalgiker fast ein wenig wehmütig an die alte Buchsi-Bahn.

Von Anton Kofmel, Deitingen

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