gemeindenachricht
Gemeindeversammlung vom 3. Mai – Jahresbericht 2020 einstimmig angenommen

Godi Marbach
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(chm)

An der Gemeindeversammlung vom 3. Mai 2021 in der Turnhalle Dörfli – wiederum unter Einhaltung der Covid-Schutzmassnahmen – genehmigten 92 anwesende Stimmberechtigte den Jahresbericht 2020, dessen Erfolgsrechnung mit einem Ertragsüberschuss von 8,87 Mio. Franken abschloss. Zudem orientierte der Gemeinderat über die Abstimmung vom 13. Juni 2021, bei welcher es um eine Zonenplanänderung im Gebiet Weiher-Süd geht.

Marcel Waldis, Gemeinderat Ressort Finanzen, führte die Versammlung durch den Jahresbericht und erläuterte dabei die einzelnen Bereiche: die Umsetzung des Legislaturprogramms, die Berichte zu den Aufgabenbereichen, die eigentliche Jahresrechnung 2020 sowie die Berichte der externen Revisionsstelle, der Controlling-Kommission und der kantonalen Finanzaufsicht.

Ein hervorragendes Ergebnis

Der Gemeinderat bewertet den rekordhohen Ertragsüberschuss als hervorragend. Das gegenüber dem Budget deutlich bessere Ergebnis ist dabei auf höhere Steuererträge zurückzuführen, obwohl die Gemeinde ihren Steuerfuss aufgrund der kantonalen Aufgaben- und Finanzreform 18 um einen Zehntel auf 1,35 Einheiten zu senken hatte. Dazu einige Zahlen: Das Eigenkapital per Ende 2020 beträgt knapp 61 Mio. Franken – die Nettoschuld wandelt sich in ein Nettovermögen in der Höhe von 922 Franken pro Einwohnerin/Einwohner um – die relative Steuerkraft pro Einwohnerin/Einwohner beträgt 4059 Franken und liegt damit an zweiter Stelle im Kanton Luzern. So genehmigte die Versammlung den Jahresbericht einstimmig.

Zonenplanabstimmung am 13. Juni 2021

Baptist Lottenbach, Gemeinderat Ressort Bau und Infrastruktur, erläuterte in einem zweiten Traktandum die bevorstehende Zonenplanabstimmung, welche Umzonungen im Gewerbegebiet Weiher-Süd zum Thema haben. Einleitend wies er auf eine Besonderheit der Gemeinde Weggis und damit auf die Bedeutung eines in der Gemeinde liegenden Gewerbegebietes hin: In der durchschnittlichen Gemeinde in der Schweiz arbeiten nur rund 25 Prozent der Erwerbstätigen im eigenen Wohnort. In Weggis sind dies 42 Prozent. Während also andernorts drei Viertel aller Erwerbstätigen aus ihren Wohnorten hinaus zur Arbeit fahren, sind es in Weggis doch rund zwei Fünftel, die in der eigenen Gemeinde arbeiten können.

Haushälterischer Umgang mit dem Boden

Um was geht es nun im Gebiet Weiher-Süd? Die Teiländerung des Zonenplans und der dazugehörenden Bestimmungen im Bau- und Zonenreglement erlauben ein verdichtetes Bauen. «Die Schaffung neuer Kapazitäten durch eine Erhöhung der baulichen Dichte ist im Sinne der übergeordneten Ziele von Bund und Kanton mit einer Siedlungsentwicklung nach innen und einer haushälterischen Bodennutzung», hält das Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement des Kantons Luzern in seinem Vorprüfungsbericht vom 5. März 2021 zur vorliegenden Teiländerung des Zonenplans fest. Konkret geht es darum, innerhalb der bestehenden Bauzonen die Nutzung zu optimieren, damit sich die Firma Thermoplan hier mit neuen Räumen in neuen Gebäuden weiterentwickeln kann. Die auf dem Weltmarkt erfolgreiche Firma ist mit über 400 Mitarbeitenden die grösste Arbeitgeberin der Gemeinde. Sie bekennt sich ausdrücklich zum Produktionsstandort Weggis. Die Abstimmungsunterlagen zur Abstimmung vom 13. Juni 2021 werden den Stimmberechtigten Mitte Mai zugestellt.

Umfrage/Verschiedenes

Beim Traktandum Umfrage/Verschiedenes kamen aus der Versammlung mehrere Fragen und Anliegen zu verschiedenen Themen, welche der Gemeinderat beantwortete: Sicherheit für Kinder auf der Strasse zur Überbauung Obermättli, Fragen zum Damm und zum Wanderweg Obermättli, Hinweis zur Vergütung Hallenbad-Jahresabo wegen Coronaschliessung, Reservoir Geissbühl, Hundesteuer, Plastiktunnels beim Aussichtspunkt Umfahrungstrasse, Maskentragpflicht an Gemeindeversammlungen, bezahlbarer Wohnraum für Familien, Tempo 30 auf der Luzernerstrasse und Zebrastreifen im Bereich der Dorfkreuzung.