Leserbeitrag
Zentrumsbesuch der Erstklasskinder

Überall durften die Kinder ihre Nasen reinstecken

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Letzten Mittwochnachmittag wurden die katholischen Erstklasskinder zusammen mit ihrer HGU-Mutter/ihrem HGU-Vater durch die Angestellten der Pfarrei durch das gesamte Pfarreizentrum geführt und erhielten Einblick in sonst verborgene Winkel.

Ein energiegeladenes Bündel Erstklässlerinnen und Erstklässler, davon drei Viertel Buben und ein Viertel Mädchen, trudelte pünktlich bei der Antoniuspfarrei ein. Nach der Begrüssung wurden sie aufgefordert, sich zu gruppieren und ein charmantes „Cheese"-Lächeln aufzusetzen für das Erinnerungsbild. Einen Sack voll Flöhe zu bändigen wäre wohl fast einfacher gewesen. Nur das Versprechen, dass sie zum Schluss einen Zvieri bekommen würden, machte es möglich, dass sie für einen Moment still wurden, sich ruhig hinsetzten und die Gemeindeleiterin Christina Burger sie offiziell begrüssen konnte.

Der Taufbrunnen ist ja ein Springbrunnen

Die Gemeindeleiterin Christina Burger empfing die einzelnen Gruppen vor dem Haupteingang. An der Wand gibt es da einen besonderen Stein, den Grundstein mit den komischen Zeichen Alpha und Omega und an der Kirchentüre sind mit Kreide Zahlen und Buchstaben mit Kreide aufgemalt. Na klar, das haben die Sternsinger gemacht. Am „Lebensbaum" haben sie zum Teil Fotos ihrer Geschwister entdeckt. Den Taufbrunnen kannten die meisten Kinder, aber nur wenige wussten, dass dieser hoch spritzen kann. Zum Schluss der Kirchenraumbesichtigung drängten sich die Gruppen eng um die Orgel. Jedes wollte sich zuerst auf die Bank setzen und ausprobieren, bei welchen Tasten die tiefen Töne aus den ganz grossen Orgelpfeifen kommen und bei welchen die hohen aus den ganz kleinen, die zum Teil versteckt hinter der Holzwand verborgen sind.

Die Erstkommunionkleider passen zum Teil schon, in die Priestergewänder müssen sie noch hineinwachsen.

Martha Haus lud die Gruppen ein in die Sakristei. Dieser Raum bleibt den meisten Leuten fremd. Aber an diesem Mittwoch öffnete ihnen die Sakristanin alle Schranktüren und Schubladen. Unter den Erstkommunionkleidern ruhen übers Jahr die grossen Krippenfiguren. In einer grossen Box werden die Hostien aufbewahrt, die noch nicht gesegnet sind. Sie durften sogar probieren, wie diese schmecken. Die geweihten erhalten sie dann aber erst bei der Erstkommunion. Zur Frage, was denn das für goldene Behälter seien, sagten die Fussballbegeisterten Jungs spontan: Ein Pokal! Alle durften am Weihrauch und am Chrisamöl riechen. Die verschieden farbigen Priestergewänder konnten sie nicht anprobieren, aber eine kostbare Stola wurde ihnen mal um die Schultern gelegt.

Tief im Keller steht der Töggelikasten

Corina Künzli erklärte den Gruppen, dass sie als Abwartin alles mache, was auch Mami und Papi zu Hause erledigen: Putzen, Fenster reinigen, kleinere kaputte Sachen flicken, Rasen mähen, Schnee schaufeln, Kaugummis vom Boden kratzen und noch vieles mehr. Sie führte sie auch in die Luftschutz-Kellerräume, wo z.B. die Sternsinger ihre schönen Kleider lagern und der Töggelikasten steht. Gott sei Dank ist der so stabil, denn die Jungs spielten sehr euphorisch und nicht gerade zimperlich.

Pfarreisekretariat - Grüezi

Käthi Zeugin öffnete die Pfarrhaustüre und zeigte ihnen das Büro und die Besprechungsräume. Jedes durfte sich auf ihren Bürostuhl setzen und so tun als ob. Blätter kopieren und dann zuschneiden ist doch immer spannender als nur immer zuhören. Das machten alle mit. Beeindruckend sind auch die grossen Pfarreibücher und die Augen der Kinder werden gross, wenn sie ihnen verraten kann, wie sie mit zweitem Vornamen noch heissen und wer Gotti, Götti und Grosseltern sind.

Wohlverdienter Sirup und Lebkuchen

Nach dem Rundgang übten alle zusammen noch einige Lieder für den Abschlussgottesdienst. Danach gab es aber kein Halten mehr. Schnell wie der Wind spurteten sie in die Pfarreiküche, wo Corina Künzli den Sirup bereits in die Becher gefüllt hatte. Der Kuchen schmeckte hervorragend. Das war ein interessanter Nachmittag für alle. Jetzt freuen sich alle auf den Abschlussgottesdienst am Sonntag.

Dann erhalten sie den Untiordner mit ihren Zeichnungen, Ausmalbildern, Collagen und Sandbildern, die sie die letzten Monate geschaffen haben.

Ein herzliches Dankeschön

Janine Vonderach, Susi Rey und Daniel Burger haben die Kinder die letzten Monate kompetent unterrichtet. Den Kindern hat diese Form von Religionsunterricht wieder total gut gefallen. An dieser Stellen den Dreien ein herzliches Dankeschön! (sk)

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