Nächstes Jahr schüttet die Zürcher Kantonalbank (ZKB) zu ihrem 150. Geburtstag eine Jubiläumsdividende in der Höhe von 150 Millionen Franken aus, die zu zwei Drittel dem Kanton und zu einem Drittel den Gemeinden zugutekommt. Letztere werden gemäss ihrer Einwohnerzahl ausgezahlt. Für Dietikon bedeutet dies einen Betrag in der Höhe von rund 900'000 Franken.

Nachdem letzte Woche bereits zwei Vorschläge aus dem Parlament eingereicht worden waren, wie die Stadt mit dem Geld verfahren soll, meldet sich nun auch die FDP-Gemeinderatsfraktion zu Wort. Sie fordert vom Stadtrat für 2020 eine einmalige Steuersenkung auf Gemeindeebene um ein Prozent sowohl für natürliche wie auch für juristische Personen. «Dank einer einmaligen Steuersenkung soll jede Steuerzahlerin, jeder Steuerzahler unmittelbar für sich selbst entscheiden, in welches Projekt die Einsparung eingesetzt werden soll», schreibt die Partei in einer Mitteilung. Die in Dietikon steuerzahlenden natürlichen und juristischen Personen würden per anno über 40 Millionen Franken Einkommens- respektive Gewinnsteuern äufnen. Die Sonderdividende erlaube so eine einmalige Steuersenkung von weit über einem Prozent des Gemeindesteuersatzes, hält die FDP fest.

Die Ausschüttung der Jubiläumsdividende ist mit dem Wunsch der ZKB verbunden, dass das Geld für Projekte verwendet wird, die in den ordentlichen Budgets der Gemeinden keinen Platz finden und die der Bevölkerung zugutekommen.

Aus Sicht von SP-Gemeinderat Johannes Küng soll die Bevölkerung in einem partizipativen Prozess über die Verwendung der Jubiläumsdividende entscheiden. Dies fordert er in seinem letzte Woche eingereichten Postulat. CVP-Gemeinderätin Maya Ritschard kann sich vorstellen, dass der Stadtrat und der Gemeinderat je über die Hälfte der Sonderdividende von rund 450'000 Franken verfügen. Wobei das Geld durch die Anzahl der Gemeinderatsmitglieder geteilt wird und jede Partei über einen Betrag in Abhängigkeit zur Parteistärke verfügen soll. Jede Partei könne dann selber entscheiden, wie das Geld für die Bevölkerung eingesetzt werden soll, so Ritschard in ihrer Kleinen Anfrage, die sie auch letzte Woche eingereicht hatte.