Dietikon

Ausschreitungen in Sri Lanka: Rapper Siga muss Dreh verschieben

In Dietikon ist Rapper Siga (links im Bild) erst kürzlich beim Sommerfest aufgetreten.

Der in Dietikon lebende Rapper Siva Ganesu alias Siga hätte in diesen Wochen mit seinen Eltern nach Sri Lanka reisen wollen, um Aufnahmen für einen Dokumentarfilm über sein Leben zu drehen (die Limmattaler Zeitung berichtete). Wie er nun mitteilte, wurden die Dreharbeiten in seinem Heimatland auf unbestimmte Zeit verschoben.

Grund für die Verschiebung sind laut Ganesu die anhaltenden Ausschreitungen, die sich in den Norden des Landes ausbreiten würden. Das Filmteam wollte die Stadt Jaffna besuchen, die 400 Kilometer von Colombo entfernt ist. «Ich möchte meine Eltern wegen des Films nicht in eine lebensgefährliche Situation bringen», sagt der Rapper. Bereits im Mai äusserte er gegenüber der Limmattaler Zeitung grosse Bedenken wegen der Reise. Dennoch wollte er damals an ihr festhalten. Nun werde man die Dreharbeiten in der Schweiz vorziehen. Die Sehnsucht, sein Heimatland näher kennen zu lernen, sei aber immer noch gross, sagt er.

An Ostern hatten Terroranschläge Sri Lanka erschüttert. Über 250 Menschen starben. Die Terrormiliz Islamischer Staat bekannte sich zu den Anschlägen. (liz)

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