Dietikon/Weiningen

Baustellen an der Überlandstrasse: So gehts weiter

Sicherheitsmann Benjamin Grossenbacher regelte gestern den Verkehr, während eine provisorische Lichtsignalanlage montiert wurde.

Sicherheitsmann Benjamin Grossenbacher regelte gestern den Verkehr, während eine provisorische Lichtsignalanlage montiert wurde.

Ein Teil der Strasse und der Fussgängerunterführung werden gesperrt. Grund dafür ist der Ausbau des Regiowärme-Netzes der Limeco. Dies ist allerdings erst ein Vorgeschmack auf das, was noch kommt.

Wer gestern Vormittag die Kreuzung von Überland- und Weiningerstrasse in Dietikon passierte, wurde für einmal nicht von Lichtsignalanlagen dirigiert, sondern von Sicherheitsmann Benjamin Grossenbacher. Sein Einsatz war nötig, da zwei Arbeiter eine der beiden rechten Fahrspuren in Richtung Westen absperrten und eine provisorische Lichtsignalanlage platzierten.

Die Massnahme steht im Zusammenhang mit dem Ausbau des Regiowärme-Netzes der Limeco. Nach diesen Vorbereitungen sollen noch diese Woche die Hauptarbeiten starten. Diese bringen nicht nur mit sich, dass den Autofahrern eine Fahrspur weniger zur Verfügung steht. Auch die Personenunterführung gleich oberhalb dieser Fahrspur (siehe Bild) wird gesperrt. Fussgänger und Velofahrer können also nur noch die Unterführungen auf der anderen Strassenseite benutzen. Die Bauarbeiten auf dieser Seite der Gleise und weiter westlich entlang der Überlandstrasse dauern bis September.

Auf der Ostseite der Gleise, also beim Limmat-Tower, sind die ersten Etappen zur Verlegung der neuen Regiowärme-Leitungen in die Überlandstrasse bereits abgeschlossen. Diese Bauarbeiten liefen von Oktober bis Dezember. An diversen Stellen ist der Boden aber noch offen. Denn mit dem Einbau des Deckbelags wird noch bis etwa Mitte April gewartet. Erst dann können die neu verlegten Regiowärmeleitungen an die Hauptleitung angeschlossen werden.

Regiowärme ist erst der Anfang

Doch ist der Ausbau der Regiowärme im Prinzip nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was noch kommt. Ab Frühling 2019 soll die Überlandstrasse östlich der Gleise, also auf der Seite des Limmat-Towers, saniert und umgestaltet werden. Zum Projekt gehört auch eine neue Brücke über den EKZ-Oberwasserkanal. Das Projekt kostet total rund 10,948 Millionen Franken. Die öffentliche Planauflage gemäss Strassengesetz ist bereits abgeschlossen. Zum Projekt sind Einwendungen eingegangen, die das Zürcher Tiefbauamt nach Möglichkeit berücksichtigen wird.

Läuft alles nach Plan, soll das eigentliche Bauprojekt im zweiten Quartal 2018 aufliegen. Der Regierungsrat soll das Projekt dann im Herbst festsetzen, sodass im Frühling 2019 die Bauarbeiten beginnen können. Ein Kantonsratsentscheid ist für dieses Bauprojekt Überlandstrasse aber nicht nötig, da die Ausgaben für Neugestaltungen der Strasse die 3-Millionen-Franken-Grenze nicht übersteigen. Denn beim grössten Teil der Kosten handelt es sich eben um gebundene Ausgaben.

Niederholzstrasse: der Stand heute

Die Bautätigkeit hört aber nicht an der Limmat bei der Kanalbrücke auf. Auch die Brücke über die Limmat sowie die Niederholzstrasse sollen bekanntlich erneuert werden. Hier ist das Planauflageverfahren erst kürzlich zu Ende gegangen. Wie gestern von der Zürcher Baudirektion zu erfahren war, sind gegen das Projekt 15 Einwendungen eingegangen, auf Basis derer nun das Bauprojekt bearbeitet werden soll. Hier soll das Baugesuch Ende des Jahres vorliegen.

Allerdings könnte es hier bis zum Baubeginn – der grundsätzlich für das dritte Quartal 2020 geplant ist – etwas länger dauern. Denn voraussichtlich 2019 muss der Kantonsrat das Projekt noch absegnen, was zu Verzögerungen führen kann. Doch nicht nur den Bewohnern der Fahrweid, sondern auch dem Kanton ist bewusst, dass es sich um ein Projekt mit hoher Dringlichkeit handelt.

Limmat-Brücke: Analysen starten

Ein erster Vorbote der beiden sich noch in Planung befindenden Bauprojekte wird bereits diese Woche zu sehen sein. Von morgen Mittwoch bis zum Freitag, den 19. Januar lässt das kantonale Tiefbauamt sogenannte Baugrunduntersuchungen vornehmen. Diese finden gleich oberhalb der Brücke über die Limmat und der Brücke über den EKZ-Oberwasserkanal statt. Unter anderem anhand dieser Untersuchungsresultate werden die Ingenieure festlegen, wie gross die beiden neuen Brücken dimensioniert werden müssen.

Im Rahmen der Untersuchungen kommt es zu lokalen Behinderungen für Fussgänger und Velofahrer: Auf der Dietiker Seite der Limmat wird ein Teil des Limmatwegs blockiert. Der Zugang für Anwohner bleibt aber gewährleistet. Auf der Weininger Flussseite wird der Teil des Uferwegs, der unter der Limmatbrücke hindurchgeht, für die Zeit der Untersuchungen blockiert. Fussgänger und Velofahrer müssen deshalb ausweichen über den Fussgängerstreifen beim Weininger Kreisel.

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