Dietikon

Belebung der «toten Mitte»: Quartierverein fordert mehr Mitsprache auf dem Rapidplatz

Noch lädt der Rapidplatz im Dietiker Quartier Limmatfeld nicht wirklich zum Verweilen ein.

Noch lädt der Rapidplatz im Dietiker Quartier Limmatfeld nicht wirklich zum Verweilen ein.

Bei der Frage, wie der Rapidplatz endlich belebt werden soll, sind sich nicht alle einig. Der Quartierverein fordert zunächst ein Gesamtkonzept.

In einem Punkt sind sich alle einig: Bisher lädt der Rapidplatz als Zentrum des noch jungen Dietiker Quartiers Limmatfeld nicht wirklich zum Verweilen ein. An einer Podiumsdiskussion des Quartiervereins Limmatfeld vor rund zwei Monaten war der Platz ein heisses Thema und wurde mehrmals als «tote Mitte» bezeichnet. Kein Wunder, gibt es von verschiedenen Seiten Bestreben, dem Platz mehr Leben einzuhauchen.

So wird etwa der Mittwochsmarkt, der bis anhin im Zentrum stattfand, ab Mai im Limmatfeld als Fiirabigmärt neu lanciert. Zudem plant die Stadt, nach dem Stadtfest im Sommer auf dem Rapidplatz eine Outdoor-Fitnessanlage einzurichten und eine sechs Meter hohe Plastik des 2006 verstorbenen Dietiker Künstlers Josef Staub aufzustellen. Am Sonntag kündigte die SP Dietikon in einer Mitteilung an, an der kommenden Gemeinderatssitzung ein Postulat für einen attraktiven Spielplatz auf dem Platz einzureichen.

Quartierverein steht sanft auf die Bremse

Obwohl der Quartierverein Limmatfeld die Bemühungen grundsätzlich begrüsst, steht er ob all dem Aktionismus sanft auf die Bremse: Der Verein fordert die Ausarbeitung eines Gesamtkonzepts, bevor auf dem Platz feste Installationen vorgenommen werden, wie er am Montag in einer Mitteilung schrieb.

«So dringend es ist, auf dem Rapidplatz etwas zu machen, so wichtig ist es, keine vollendeten Tatsachen zu schaffen, die einem besseren Gesamtkonzept nachher im Wege stünden», sagt Präsident Peter Metzinger. Der Quartierverein befürchtet, dass ohne konzeptuelle Grundlage «andere sinnvolle und wichtige Ideen» aus Platzgründen nicht mehr realisiert werden könnten. Im Schreiben bezieht er sich spezifisch auf die geplante Outdoor-Trainingsanlage und den von der SP gewünschten Spielplatz.

Anders steht der Quartierverein zu verschiebbaren Installationen und Projekten wie dem Markt, der Pflanzenstation für Urban Gardening oder dem Fonduestübli, das seinen Betrieb wegen Beschwerden vor zwei Jahren einstellen musste. Vergleichbare Projekte könnten jetzt realisiert werden, allerdings müsse der Quartierverein zwingend in die Planung einbezogen werden, heisst es weiter.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1