Zürich

Bildungsdirektorin Silvia Steiner: Weshalb 10 bis 15 Prozent der Lehrer am Montag fehlen könnten

Die Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner ist überzeugt, dass die Schulen im Kanton Zürich gute Lösungen für den Start nach dem Corona-Lockdown finden werden. (Archivbild)

Die Zürcher Bildungsdirektorin Silvia Steiner ist überzeugt, dass die Schulen im Kanton Zürich gute Lösungen für den Start nach dem Corona-Lockdown finden werden. (Archivbild)

Am kommenden Montag öffnen im Kanton Zürich die Schulen wieder. Rund 10 bis 15 Prozent der Lehrerschaft könnten fehlen, weil sie zur Risikogruppe gehören oder mit jemandem aus der Risikogruppe zusammenleben.

Das ist nach Ansicht der Bildungsdirektorin Silvia Steiner aber nur eine sehr grobe Schätzung. Die fehlenden Lehrerinnen und Lehrer würden durch Vikare ersetzt, sagte Steiner in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger» (Freitagausgabe).

Das Volksschulamt prüfe zudem mit der Pädagogischen Hochschule Zürich und dem Institut Unterstrass den Einsatz von Studierenden für Stellvertretungen. Sie sei überzeugt, dass die Schulen gute Lösungen fänden. Zugleich sei sie sich bewusst, dass nicht alles von der ersten Minute an funktionieren werde.

Steiner nahm auch zu ihren umstrittenen Äusserungen in einem Interview mit der NZZ Stellung. Sie hatte die Frage aufgeworfen, ob Maturaprüfungen am Ende der Gymnasialzeit sinnvoll sind. Sie habe keineswegs sagen wollen, dass die Maturaprüfungen integral abgeschafft werden sollten. Aber die heutige Form sei zu überdenken.

Steiner wies in dem Tamedia-Interview auf die schwierigen Rahmenbedingungen für die diesjährigen Maturaprüfungen hin. Im Kanton Zürich gebe es 2800 Maturandinnen und Maturanden. Sie müssten mit zwei Metern Sicherheitsabstand geprüft werden. Das brauche viel mehr Räume und doppelt so viele Aufsichtspersonen.

Viel wichtiger sei aber, dass Chancengerechtigkeit bestehe. Und die sei nicht gewährleistet. Im wochenlangen Fernunterricht hätten nicht alle die gleichen Lernbedingungen gehabt. Zudem müssten die Prüfungen völlig neu konzipiert werden, damit sie rekursfähig seien. Das sei ein grosser Aufwand für die Lehrpersonen.

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