Öffentlicher Verkehr

Check-in-Ticket hat im Untergrund noch Mühe

Ein Wisch – und das Ticket ist bereits gelöst: Der ZVV ist mit der App zufrieden. (Archivbild)

Der ZVV zieht eine positive Bilanz nach einem Jahr.

Seit April 2018 lässt sich über die App des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) ein Ticket mittels Check-in-Funktion lösen: Der Zugpassagier startet diese mit einem Wisch über den Bildschirm seines Mobiltelefons, wenn er seine Reise antritt. Auch wenn er sein Verkehrsmittel mehrmals ändert, hat er nichts zu unternehmen. Am Ende seiner Reise loggt er sich dann mit einem Wisch wieder aus. Am Ende des Tages wird ihm für seine Fahrten automatisch das günstigste Ticket verrechnet.

Nach zwölf Monat hat der ZVV nun eine erste Zwischenbilanz gezogen – und diese fällt positiv aus. So wurden über den neuen Kanal während eines Jahres immerhin 300 000 Tickets verkauft. Bereits jedes fünfte Billett in der ZVV-App wird über die Check-in-Funktion gelöst. Rund 30 000 Fahrgäste haben sich dafür registriert, aktuell nutzen rund 8700 von ihnen die Funktion mindestens einmal im Monat.

Laut ZVV sind die Rückmeldungen der Fahrgäste zum Check-in-Ticket «überwiegend positiv». Sie heben dabei insbesondere hervor, dass das Angebot einfach zu nutzen sei. Zudem sei für die Reise kein Wissen über Tarifzonen und Strecken notwendig. «Die Lösung entspricht somit dem Bedürfnis vieler Kundinnen und Kunden nach einer unkomplizierten, digitalen Selbstbedienungsmöglichkeit», schreibt der ZVV in seiner Medienmitteilung.

Der Markttest des Check-in-Tickets ist im nationalen Branchenpogramm «öV-Ticket 2020» eingebettet. Da es sich um einen Test im realen Umfeld handelt, traten erwartungsgemäss auch gewisse technische Probleme auf, welche die Branche noch zu meistern hat. Der ZVV schreibt insbesondere von «Schwierigkeiten beim Ein- und Auschecken in Tiefbahnhöfen». Zudem tauchten hin und wieder Fehler bei der korrekten Routenerfassung auf. «Teilweise bleibt auch die automatische Erinnerung ans Auschecken aus», hält der ZVV fest. Der Markttest läuft bis Ende 2019. Im September will die Branche gemäss ZVV über das weitere Vorgehen entscheiden.

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