Paradeplatz

Crowdhouse: Eine Firma mit digitaler DNA eröffnet einen Pop-up-Laden

In diesem Pop-up-Store gibt es keine Boutiqueware zu kaufen.

In diesem Pop-up-Store gibt es keine Boutiqueware zu kaufen.

Die Schwarmfinanzierung von Häusern ist eine neuere Form der Vermögensanlage. Die Investitionsform bekommt nun ein Gesicht mitten in Zürich. Die Firma Crowdhouse eröffnet einen Pop-up-Laden am Paradeplatz.

Die Zürcher Immobilienfirma Crowdhouse erfindet das Pop-up-Store-Konzept neu. Während sich Einzelhandelsgeschäfte kurzfristig und für eine befristete Zeit in ein leerstehendes Lokal einmieten, um ihre Ware zu verkaufen, ist gestern am Paradeplatz erstmals ein Pop-up-Store von einer Firma eröffnet worden, die spezialisiert ist auf Crowdinvestement – Schwarmfinanzierung von Liegenschaften.

Entsprechend findet man in diesem Ladenlokal keine Boutiqueware, dafür aber Virtual-Reality-Brillen für virtuelle Wohnrundgänge und Berater. In den kommenden zwei Monaten finden in den Räumen gegenüber dem Hotel Savoy en Ville regelmässig Vorträge zum Thema Schwarmfinanzierung, Blockchain, Digitalisierung des Immobilienmarktes und Altersvorsorge statt.

Die Firma Crowdhouse hat eine digitale DNA. Über das Internet informieren sich Interessenten über die Investitionsmöglichkeiten, die Renditen und die Laufdauer der Verträge für schwarmfinanzierte Liegenschaften. Der Vertragsabschluss aber findet persönlich statt. Dies liegt laut Crowdhouse-Sprecher Michael Meier daran, dass es bei Liegenschaftsfinanzierungen über zehn bis fünfzehn Jahre um langfristige Entscheide sowie viel Geld geht – die Investitionen beginnen in der Regel bei 100'000 Franken. «Die Technik für digitale Beratung via Chat und Telefon wäre bereit. Die Digitalisierung kann lediglich so weit gehen, wie der Kunde bereit ist, sie anzunehmen», so Meier weiter.

Näher zu den Kunden rücken

Mit dem Pop-up-Laden am Paradeplatz will die seit 2015 existierende Firma näher zu ihren potenziellen Kunden rücken und ihre Vision nach aussen tragen. «Das Immobilienwesen ist ein sehr traditioneller Markt, den wir in die Zukunft bringen wollen», sagt Meier. Damit zusammenhängend fallen Begriffe wie Blockchain-Technologie, Objekterlebnisse beim virtuellen Wohnungsrundgang und Diversifikation von Vermögen. Denn anders als beim Kauf von Stockwerkeigentum haben Crowdinvestoren nicht die Absicht, in den investierten Liegenschaften zu wohnen. «Dass wir uns am Paradeplatz positionieren, belegt, dass sich die Schwarmfinanzierung von Liegenschaften etabliert hat», so Meier.

Das mittlerweile dreijährige Unternehmen darf sich im Bereich Crowdinvestment bei Immobilien als Marktführer bezeichnen. Auf die mittlerweile über 500 Kunden kommen 40 finanzierte Liegenschaften in der Deutschschweiz, die einen Gesamtwert von 330 Millionen Franken ausweisen.

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