Dietikon

Die «Tour de Pontonier» ist erfolgreich beendet

Zurück an der Limmat: Massimo Tartaglione, Nicola Keller und Tobias Fratzer werden von Angehörigen gebührend empfangen.

Zurück an der Limmat: Massimo Tartaglione, Nicola Keller und Tobias Fratzer werden von Angehörigen gebührend empfangen.

Drei Jungpontoniere haben für zwei Wochen Boot mit Rad getauscht und sind 1000 Kilometer quer durch die Schweiz gefahren.

Vor über zwei Wochen haben sich drei Jungpontoniere auf den Weg gemacht, um jeden Pontonierverein der Schweiz zu besuchen. Aber nicht etwa mit dem Boot – wie man vermuten könnte – sondern mit dem Fahrrad. Da dieses Jahr coronabedingt weder Wettkämpfe noch Meisterschaften stattfinden, wollten sich die drei Mitglieder des Pontonier-Sportvereins Dietikon selbst einer Herausforderung annehmen. Was anfänglich als Spass begann, endete mit einer 1006 Kilometer langen und 14-tägigen Velotour quer durch die Schweiz. Die drei Männer besuchten dabei alle Schweizer Pontoniervereine.

Vergangenen Samstag trafen sie schweissgebadet wieder im vereinseigenen Haus an der Limmat ein. Am Uferweg wurden sie von rund 25 Personen empfangen, die liebevoll eine «Tour de Pontonier»-Fahne in der Hand hielten. Nach einer innigen Gruppenumarmung und der Begrüssung mit Eltern, Geschwistern und Grosseltern wartete auf das Trio ein Apéro in der Holzhütte neben dem Vereinshaus.
«Es war wie eine grosse Familienreise»

Motiviert durch enormen Teamgeist

Während der 20-jährige Nicola Keller am Holztisch an seinem kalten Bier nippt, erzählt er von der zweiwöchigen Reise: «Es war wie eine grosse Familienreise, bei der ich alle Mitglieder besucht habe», beschreibt der 20-jährige aus Rudolfstetten das Erlebnis. Alle Pontoniere seien ihm unkompliziert und einfach begegnet. Schwieriger hingegen war die Planung der Reise. Denn insgesamt gibt es 42 Schweizer Pontoniervereine, so Keller.

Auch für seinen Mitstreiter, Tobias Fratzer war die Velotour ein unglaubliches Erlebnis: «Insbesondere in Momenten, wo die Energie nachliess und wir uns deshalb gegenseitig motivierten, zeigte sich unser enormer Teamgeist noch mehr», sagte der 20-Jährige aus Berikon. Das dritte Teammitglied, Massimo Tartaglione, fand es teilweise schwierig, seinen Fahrrhythmus den anderen beiden anzupassen. «Wir hatten jedoch riesiges Glück und weder eine Panne noch einen Unfall», sagt der 19-jährige Pontonier aus Rudolfstetten.

Schweizer Pontoniervereine sind wie eine Familie

Auch der Vater von Nicola Keller und Vereinspräsident Roland Keller ist unglaublich stolz auf die drei: «Sie durften die Erfahrung machen, dass die Schweizer Pontoniervereine wie eine Familie sind: Man empfängt sie als Fremde und lässt sie als Freunde wieder gehen», sagt der 51-Jährige.

Und es sei wertvoll, ein Ziel zu verfolgen. Das Nächste führt die drei unter die Dusche, und danach ist Erholung angesagt. Für den Sommer haben die besten Freunde bereits weitere gemeinsame Reisen geplant – vermutlich jedoch etwas weniger sportlich.

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