Dietikon

Drei Pavillons und 20 Stühle für den Rapidplatz – nun muss das Quartier den Platz beleben

Gemäss Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP) sind die Pavillons und Stühle noch nicht das Gelbe vom Ei – als provisorische Massnahme aber ein erster Schritt.

Die Stadt übergibt dem Quartierverein Limmatfeld drei Pavillons und 20 Stühle für den Rapidplatz.

Lange waren die Mitglieder des Quartiervereins Limmatfeld unzufrieden: Ihr grosser Platz, der Rapidplatz, blieb meist leer und unbelebt. Zu unattraktiv sei er, kritisierten Anwohner. Die Sonne brennt im Sommer auf den staubigen Platz. Schattige, lauschige Ecken, die zum Verweilen einladen, gibt es kaum.

Gestern Abend zeigte sich Peter Metzinger, Präsident des Quartiervereins Limmatfeld, zufrieden. «Ein erstes Etappenziel ist erreicht», sagte er. Denn die Stadt Dietikon hat auf die Klagen aus dem Quartier reagiert und ihm – vorerst als provisorische Lösung – drei Pavillons und rund 20 Stühle zur Verfügung gestellt.

Dies sei noch nicht das Gelbe vom Ei, räumte Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP) bei der Übergabe der Möblierung ein. «Es ist aber ein erster einfacher, unkomplizierter Schritt zur Quartierbelebung.» Denn eine definitive Lösung, um den Platz zu beschatten, lasse sich nicht von heute auf morgen realisieren. So befindet sich unter dem Platz eine Tiefgarage, deren Decke nicht übermässig dick ist. «Ein grosses Zelt können wir deshalb nicht aufstellen, wir könnten gar keine Bodenhülsen für die Verankerungen setzen.»

Warten auf die definitive Lösung

Als provisorische Massnahme für einen Sommer seien die Pavillons und die Stühle auf dem Rapidplatz zu begrüssen, sagte Metzinger. Diese würden während den nächsten heissen Wochen sicher helfen. Langfristig hofft der Quartiervereinspräsident aber auf eine umfassendere, definitive Lösung. Ihm schwebt etwas Ähnliches wie in Oerlikon vor; dort sorgt ein von Pflanzen überwachsenes Metallgestänge für Schatten und Abkühlung. «So etwas müsste hier möglich und finanzierbar sein.»

Die Stadt arbeitet derzeit Konzepte für ihre Plätze aus, wie diese genutzt und bespielt werden sollen. Den Rapidplatz möchte sie dabei grundsätzlich unverbaut und offen lassen, wie Bachmann erklärte. «Hier sollen weiterhin auch grosse Anlässe, die eine Bühne benötigen, durchgeführt werden können.»

Derzeit werde abgeklärt, wie der Rapidplatz gestaltet werden könnte. Dabei müssten auch die bestehenden Elemente in die Überlegungen einbezogen werden. Das Rondell auf der Seite der Grünaustrasse wirke beispielsweise derart abgeschlossen, dass Passanten gar nicht erkennen, dass es begehbar sei. Deshalb sei eine Öffnung des Rondells zu prüfen, merkte Bachmann an.

Die Stadt setzt den Rahmen

Es liege letztlich aber am Quartier, ob es ausgestorben oder belebt sei, sagte Bachmann. «Die Stadt kann zwar Rahmenbedingungen setzen, sie ist aber keine Event-Agentur.» Die Einwohner und das lokale Gewerbe müssten ihren aktiven Beitrag leisten, damit ihr Quartier lebe.

Das Limmatfeld dürfte die nun zumindest für einen Sommer aufgestellten Pavillons und die Stühle sicher nutzen, ist Metzinger überzeugt. «Über Mittag werden die Stühle rasch besetzt sein, da bin ich mir sicher.»

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