Coronavirus

Einreisequarantäne wird nicht abgeschafft – auch bei negativem Coronatest

Der Zürcher Kantonsrat will die Einreise-Quarantäne nicht abschaffen, auch wenn die Passagiere einen negativen Corona-Test vorlegen. Möglich wäre aber eine Reduktion von zehn auf sieben Tage. (Archivbild)

Der Zürcher Kantonsrat will die Einreise-Quarantäne nicht abschaffen, auch wenn die Passagiere einen negativen Corona-Test vorlegen. Möglich wäre aber eine Reduktion von zehn auf sieben Tage. (Archivbild)

Eine Mehrheit des Zürcher Kantonsrats spricht sich gegen eine Abschaffung der Einreisequarantäne aus. Zur Debatte steht nun hingegen die Verkürzung der Quarantäne.

Die Quarantäne nach der Einreise in die Schweiz soll nicht abgeschafft werden, auch wenn die Passagiere einen negativen Corona-Test vorweisen. Diese Meinung hat eine Mehrheit des Zürcher Kantonsrat. Durchaus möglich wäre aber eine Verkürzung von zehn auf sieben Tage.

Selten wirken politische Vorstösse so schnell veraltet wie in Zeiten der Corona-Pandemie. Die Zürcher FDP reichte Ende August ein Postulat ein, das eine Abschaffung der Einreise-Quarantäne forderte.

Der Regierungsrat solle sich in Bern dafür einsetzen, dass keine Quarantäne mehr ausgesprochen werde, wenn bei der Einreise ein negativer Corona-Test vorgelegt werde. Dieser Test dürfe bis zu 48 Stunden alt sein.

Rickli wurde in Bern vorstellig

Gesundheitsdirektorin Natalie Rickli (SVP) riet von einer solchen Lockerung dringend ab. Ein bis zu zwei Tage alter Test aus einem anderen Land bringe zu wenig Sicherheit, sagte sie. Diskutieren könne man höchstens über eine Verkürzung der Quarantäne von zehn auf sieben Tage. Sie sei deswegen bereits in Bern vorstellig geworden.

Die Ratsmehrheit war gleicher Meinung und lehnte am Montag den FDP-Vorstoss mit 137 Nein zu 31 Ja bei 1 Enthaltung ab. Mehrere Fraktionen zeigten sich zudem verärgert darüber, dass die FDP ihren Vorstoss nicht zurückzog. Der Kantonsrat sei einfach nicht schnell genug, um auf die derzeitigen Entwicklungen zu reagieren. Deshalb sei das Parlament auch das falsche Gremium für solche Vorstösse.

GLP zieht Verkürzungs-Postulat zurück

Die GLP tat genau das: Sie zog einen Vorstoss zur Quarantänedauer zurück. Die Partei forderte, die Quarantäne nach Kontakt mit einer infizierten Person zu halbieren, also von zehn auf fünf Tage. Dies solle die Akzeptanz der Corona-Massnahmen in der Bevölkerung erhöhen.

Die GLP findet zwar nach wie vor, dass die fixe 10-Tage-Regel überdacht werden kann. Momentan sei es jedoch der falsche Zeitpunkt.

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