Corona-Virus

Fachleute rechnen mit mehr häuslicher Gewalt – der Kanton reagiert mit verstärkter Opferhilfe

Fachleute rechnen mit einer Zunahme häuslicher Gewalt. Der Kanton Zürich verstärkt daher die Opferhilfe.(Symbolbild)

Fachleute rechnen mit einer Zunahme häuslicher Gewalt. Der Kanton Zürich verstärkt daher die Opferhilfe.(Symbolbild)

Weil die Bewegungsfreiheit zur Eindämmung des Corona-Virus eingeschränkt ist, rechnen die Opferhilfe-Organisationen im Kanton Zürich mit einer Zunahme von Fällen häuslicher Gewalt. Daher ergreifen sie Sofortmassnahmen und verstärken ihr Angebot.

Die Opferhilfe-Organisationen sollen zusätzliches Personal einstellen und neue Räume für die Unterbringung der Opfer anmieten, wie die Direktion der Justiz und des Innern und die Sicherheitsdirektion am Montag mitteilten. Beispielsweise könnten Studierende im Bereich Sozialarbeit, Psychologie oder Sozialpädagogik Aufgaben übernehmen.

Eine spätere Übernahme der Kosten wird durch das kantonale Sozialamt und die Fachstelle Opferhilfe garantiert, wie es in der Mitteilung heisst. Auch zusätzlicher Aufwand in den Frauenhäusern und bei den Beratungsstellen wird übernommen.

Zurzeit ist die Belastung der Zürcher Frauenhäuser, Schutzunterkünften für Kinder und Jugendliche sowie Opferberatungsstellen schon hoch. Die Beratungsstellen arbeiten normal, anstelle von «face-to-face-Beratungen» bieten sie telefonische und online-Beratungen an. Fachleute gehen jedoch von einer Verschärfung der Lage aus.

Hilfe für Opfer häuslicher Gewalt gehört zum Grundauftrag des Staates, der auch in Krisenzeiten gewährleistet sein muss, wie der Kanton am Montag mitteilte. Daher leitete der Kanton nun zusätzliche Massnahmen ein.

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