Geroldswil
Geroldwiler Schule braucht mehr Platz: Aus einem werden zwei Kindergärten

Bereits für das kommende Schuljahr ist ein zusätzicher Kindergarten nötig. Es wird der siebte in Geroldwil sein. Nun liegt ein Baugesuch für die Umsetzung des neuen Raumkonzeptes vor.

Sandro Zimmerli
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Der Umbau im Schulhaustrakt II kostet rund 900000 Franken.zim

Der Umbau im Schulhaustrakt II kostet rund 900000 Franken.zim

Die Umsetzung des neuen Raumkonzeptes im Geroldswiler Schulhaus Huebwies nimmt immer mehr Gestalt an. Die Primarschulgemeinde Oetwil-Geroldswil hat ein entsprechendes Baugesuch eingereicht. Seit Ende letzter Woche liegt es öffentlich auf. Den Kredit über 900 000 Franken für die Umgestaltung des Schulhaustraktes II hatte die Schulgemeindeversammlung im Dezember genehmigt.

Hauptgrund für die räumlichen Anpassungen sind die erwarteten steigenden Schülerzahlen. Bereits für das kommende Schuljahr 2013/2014 braucht die Schule einen zusätzlichen Kindergarten. «Derzeit haben wir sechs Kindergärten in Betrieb. Für das nächste Schuljahr brauchen wir einen siebten», sagt Andreas Lehmann, Liegenschaftsvorstand der Primarschulgemeinde.

Direkter Zugang zum Spielplatz

Es ist deshalb vorgesehen, im ersten Untergeschoss einen Doppelkindergarten mit Gruppenräumen und einem eigenen Eingang zu errichten. Derzeit befinden sich dort die Schulverwaltung, ein Werkraum und ein Handarbeitszimmer. Diese Räume müssen gezügelt werden. So soll die Schuladministration ins Erdgeschoss, in die bisherigen Kindergartenräume, verlegt werden. Der Werkraum und das Handarbeitszimmer werden in den Schulhaustrakt I gezügelt. Dadurch soll das gesamte Raumkonzept im «Huebwies» optimiert werden.

«Neben dem zusätzlichen Platz bietet der neue Doppelkindergarten noch weitere Vorteile», so Lehmann. Bislang müssten die Kindergärtner die Etage wechseln, um auf den Kindergartenspielplatz zu gelangen. «Im geplanten Doppelkindergarten steht ein direkter Zugang zur Verfügung. Das trägt zu mehr Sicherheit für die Kindergartenschüler bei», hält er fest.

Am neuen Standort der Schulverwaltung im Erdgeschoss soll ein eigentlicher Verwaltungstrakt mit Konferenz- und Sitzungszimmer entstehen. Zudem ist für die Schulverwaltung eine neue Raumanordnung geplant. «Besucher, die eine Auskunft wollten, standen bislang mitten im Büro. Das störte bisweilen den Betrieb auf der Verwaltung», sagt der Liegenschaftsvorstand. Neu soll deshalb ein Besucherschalter entstehen.

Mittagstisch provisorisch in Kirche

Um das Vorhaben wie geplant umsetzen zu können, sind verschiedene provisorische Anpassungen notwendig. «Eine Woche vor den Frühlingsferien wollen wir mit den Vorbereitungen beginnen. Dann wird die Schuladministration vorübergehend in die Räume des Mittagstisches verschoben», sagt Lehmann. Für den weiteren Betrieb des Mittagstisches habe man bereits eine Lösung gefunden. «Verdankenswerterweise stellt uns die katholische Kirche Geroldswil während sechs Monaten, also bis zu den Herbstferien, zwei Räume zur Verfügung», hält er fest.

Der Schulpflege sei es wichtig, dass die Schulverwaltung während des gesamten Umbaus im Schulhaus bleiben könne. Deshalb habe man sich für diese Lösung entschieden. «In anderen Schulgemeinden befindet sich der Mittagstisch auch nicht im Schulhaus. Zudem sind es bis zur katholischen Kirche nur wenige Schritte», so der Liegenschaftsvorstand.

In den Herbstferien soll die Verwaltung definitiv an ihren neuen Standort zügeln. «Vorgesehen ist, dass sämtliche Umbauarbeiten bis zur letzten Sommerferienwoche erledigt sind. Ab dann soll der Doppelkindergarten bezugsbereit sein», hält Andreas Lehmann fest. Die Schuladministration werde aber erst in den Herbstferien gezügelt, weil vor und nach den Sommerferien mit den Über- und Neueintritten die grössten administrativen Arbeiten anfielen. «Ein Umzug in dieser Phase macht keinen Sinn», sagt er.

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