Schlieren

Herbst- und Kinderflohmarkt erstmals auf Pischte 52: Das Gelände eignet sich auch als Marktplatz

Erstmals fanden der Schlierener Herbstmarkt und der Kinderflohmarkt auf dem stillgelegten Abschnitt der Badenerstrasse statt. Die Besucherinnen und Besucher kamen zusammen, die Stimmung war gut und die Organisatoren waren zufrieden.

Kaum betrat man das Gelände der stillgelegten alten Badenerstrasse in Schlieren, auch Pischte 52 genannt, begrüsste einen eine Mischung aus unverwechselbaren Gerüchen: Süsse gebrannten Mandeln, Kuchen, Magenbrot, Bratwurst, Pommes. Ein vielversprechender erster Eindruck für den diesjährigen Herbst- und Kinderflohmarkt.

Und tatsächlich zog der Anlass einige Besucherinnen und Besucher an. Kinder, Jugendliche, Paare, Familien und Senioren schlenderten in der spätsommerlichen Nachmittagshitze gemütlich von einem Stand zum nächsten.

Es gab einiges zu sehen und zu kaufen: Auf dem Kinderflohmarkt hatten sich zahlreiche Inseln mit haufenweisen Spielsachen gebildet: Bücher, Comics, Plüschtiere, Bobby Cars, Bagger, Trottinetts, Barbies und Kleidung.

Will seinen Ertrag den Obdachlosen spenden

Der 11-jährige Federico hatte ebenfalls einen Teppich mit Spielwaren darauf ausgebreitet und bereits zu Mittagszeit etwas mehr als 60 Franken verdient. Was der Schlieremer mit seinem Teil vorhat: «Ich möchte es an die Obdachlosen in Zürich spenden.»

Sein Freund Ibrahim will mit seinem Teil mit seinen Kollegen essen gehen oder seiner Familie ein Geschenk damit kaufen, um ihnen eine Freude zu bereiten.

Mit dem Ertrag als ganze Klasse aufs Jungfraujoch

Auf dem Herbstflohmarkt, der nur einige Meter neben dem Kinderflohmarkt stattfand, ging es ebenfalls geschäftig zu und her. Den wohl auffälligsten Stand hatten die Fünftklässler der Primarschule Hofacker, kurz «Hofi». Denn die Klasse war aus einem besonderen Grund zum Herbstflohmarkt erschienen, sagte Anastasia: «Wir sparen Geld fürs Klassenlager. Wir wollen auf das Jungfraujoch.» Tanja fügte an: «Wir haben sicher schon um die 500 Franken gesammelt.» Und Emre sagte begeistert: «Es macht auch wirklich Spass, hier zu stehen und zu verkaufen.»

Tatsächlich sprühten die Kinder nur so vor Elan. «Hier haben wir unsere sogenannten Betonlämpli, die für eine schöne Stimmung sorgen, da sind Schals und Postkarten, dort unsere Backmischungen in einer Flasche, unsere leckeren Cookies und köstlichen Curry Cashewnüsse. Würden Sie gerne probieren?», fragte Muhamed. Die Elf- bis Zwölfjährigen entpuppten sich schnell als geschickte, hochmotivierte Verkäufer, begannen gar, eifrig und lauthals im Chor ihre Produkte auf dem Markt anzupreisen.

«Ich freue mich richtig, meine Schülerinnen und Schüler so in ihrem Element zu sehen», sagte deren Klassenlehrerin Kathrin Zimmermann. Die Kinder seien Feuer und Flamme für die Idee gewesen: «So überlegten wir uns, was wir verkaufen wollen, um dann unser Ziel von 2000 Franken zu erreichen, damit wir die ganze Tour auf dem Jungfraujoch machen können.» Sie merke, wie die Kinder Spass an der Aktion haben und sei begeistert von deren Verkaufskünsten.

Gute Stimmung und gutes Essen

Auf dem Herbst- und Kinderflohmarkt herrschte buntes Treiben und die Stimmung war gelassen. «Ich bin wirklich froh, wie der Anlass über die Bühne gegangen ist. Die Leute kamen zusammen, genossen den Tag bei Speis und Trank und vielleicht fand man gar etwas Schönes zum Kaufen», sagte Ruedi Hatt, Mitglied der Kulturkommission Schlieren, der den Event organisiert hat.

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Autor

Liana Soliman

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