Fussball

Ist die Pechsträhne nun endgültig gebrochen? Der FC Dietikon holt sich im Kellerduell noch einen Sieg

Die 1.-Liga-Fussballer gewinnen auswärts gegen Red Star mit 3:1 und melden sich definitiv zurück

Sie können also doch noch gewinnen! Drei Tage nach dem Sensationssieg in der Cup-Vorrunde gegen Wettswil-Bonstetten zwangen die Dietiker nun auch in der Meisterschaft das Glück auf ihre Seite. Dank Treffern von Di Gregorio (6.), Meyer (82.) und Maroufi (93.) holte das Team von Coach João Paiva den ersten Dreier der Saison. Der 3:1-Erfolg gegen den neuen Tabellenletzten Red Star ist verdient, weil sich die Limmattaler am kalten Dienstagabend auf der Allmend Brunau gegen alle Widrigkeiten durchgesetzt haben.

Leandro Di Gregorio ist ein weitgereister Fussballer. Der 28-jährige Mittelfeldakteur des FCD spielte einst unter anderem für Lugano, den FCZ und Winterthur. Er lief achtmal in der Super League auf und 73-mal in der Challenge League. All seine Routine legte er in der sechsten Minute in seinen Schuss aus knapp 30 Metern in die linke, obere Ecke – 1:0. «Das kann sonst keiner», jubelte einer der Dietiker Supporter auf der Stehrampe. Der Grundstein zum Sieg war gelegt. Bis die Limmattaler den nächsten Treffer bejubeln konnten, mussten sie allerdings phasenweise bös untendurch. Red Star antwortete mit Vehemenz auf den Rückstand, lancierte einen Angriff nach dem anderen in Richtung FCD-Kasten. Weil Baillargeault den Ball in den Nachthimmel schoss (15.) und ein Freistoss von Ribeiro (20.) den Pfosten rasierte, blieb die Null auf Dietiker Seite bis zum Seitenwechsel bestehen.

Kurz vor der Pause musste FCD-Sturmspitze Lulzim Aliu mit einem schmerzenden Oberschenkel raus, für ihn kam Raphael Meyer. «Gerissen ist nichts im Muskel», konnte Pechvogel Aliu immerhin vermelden. In der zweiten Halbzeit machten die Hausherren mit jeder Minute stärker Druck. Fehlende Cleverness aufseiten der «Sterne» und aufopfernde Defensivarbeit der Limmattaler verhinderte indes, dass die Partie trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs zum 1:1 (72.) kippte. Und als man sich männiglich mit dem Remis abzufinden schien, kamen die Dietiker nochmals zurück. Dank zwei Joker-Toren durch Meyer in der 82. Minute und Maroufi in der Nachspielzeit entführten sie verdientermassen drei Punkte aus der Stadt ins Limmattal.

Rochade im Tor als Auslöser

Ein Name hängt eng mit den jüngsten positiven Resultaten zusammen: Alpay Inaner. Nach seiner Verbannung auf die Reservebank, dies im Zuge der Verpflichtung des jungen Schaffhauser Reserve-Goalies Clavin Heim (20), ist der 23-Jährige wieder zurück auf dem Rasen. Am vergangenen Samstag durfte Inaner im Cup gegen Wettswil-Bonstetten erstmals wieder ran, vorgestern stand er gegen Red Star erneut im Kasten. Beide Partien gewannen die Dietiker mit 3:1. Inaner darf für sich in Anspruch nehmen, mit seinen Leistungen einen grossen Teil dazu beigetragen zu haben; die Unsicherheit beim Ausgleich von Red Star sei ihm an dieser Stelle nachgesehen. In erster Linie sorgt Inaner für Vertrauen bei seinen Vorderleuten. Dieses war nach den jüngsten Leistungen von Heim nicht mehr vorhanden. So dürfte die Zeit für ihn im FCD-Tor wohl bereits abgelaufen sein. Der Vertrag des 20-Jährigen endet in Dietikon Ende Jahr. Dass Coach Paiva in den verbleibenden sechs Meisterschaftspartien vor der Winterpause ohne Not nochmals den Torhüter wechseln wird, scheint momentan ausgeschlossen.

Weiter geht es für den FC Dietikon bereits übermorgen Samstag mit dem zweiten Besuch des Jahres im «Ländle» – Auswärtsspiel gegen Eschen/Mauren (16 Uhr, Sportpark Eschen). Die Liechtensteiner haben aktuell wie der FCD erst einen Sieg auf dem Konto, dank ihren fünf Remis liegen sie in der Tabelle jedoch vor dem FCD. Auch wenn die Limmattaler ihren dritten Ernstkampf innert einer Woche bestreiten müssen: Die beiden jüngsten Erfolgserlebnisse werden sie beflügeln, ein erneutes positives Resultat scheint trotz müden Beinen durchaus realistisch.

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