Schlieren

Kindergarten und Turnhalle Moos: Stadt steckt 4 Millionen Franken in die Sanierung

Der Kindergarten Moos stammt aus dem Jahr 1951.

Der Kindergarten und die Turnhalle Moos werden ab den Herbstferien umfassend modernisiert.

Beinahe bis ins letzte Detail blieben der Kindergarten und die Turnhalle Moos an der Zürcherstrasse in Schlieren seit ihrer Entstehung erhalten. Daher sind die Gebäude aus dem Jahr 1951 auch im kommunalen und kantonalen Inventar der kulturhistorischen Bauten erfasst. «Besonders kennzeichnend für den Landi-Stil ist die Südfassade des Turnhallen-Trakts mit elf hohen, durch schmale Betonpilaster voneinander getrennten Fenstern», schreibt der Stadtrat in seinem nun erschienenen Beschluss. Für 4 Millionen Franken will er die beiden Gebäude sanieren lassen.

Dass die Bauten von Architekt Walter Henauer in die Jahre gekommen sind und eine Auffrischung benötigen, überrascht nicht. Laut Stadtrat seien die Turnhallenfenster sanierungsbedürftig, die Dachkonstruktion entspreche nicht mehr den energetischen Anforderungen und die Heizzentrale sei am Ende der Lebensdauer angelangt. Weiter seien die Duschanlagen wie auch der Turnhallenboden überaltert und die Turngeräte müssten gar aus Sicherheitsgründen modernisiert werden.

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2014 kam zutage, dass Abriss und Neubau des Kindergartens 6 Millionen Franken, eine Sanierung lediglich knapp 4 Millionen Franken kosten würde. Zudem habe sich gezeigt, dass im Einzugsgebiet Schulstrasse in naher Zukunft kein zusätzliches Bedürfnis an schulischen Sporteinrichtungen besteht. «Der Bedarf an zusätzlichen Kindergarten-Plätzen wird langfristig mit dem Gestaltungsplan Schindler-Areal abgedeckt», schreibt der Stadtrat. Das vis-à-vis der ehemaligen NZZ-Druckerei gelegenen Entwicklungsgebiet soll in den nächsten Jahren verdichtet und mit einem neuen Kindergarten ausgestattet werden.

Sonnenkollektoren möglich

Auch die Denkmalpflege bevorzugte eine Renovation, da der Landi-Stil prägend für die Schweizer Architektur gewesen sei. Dennoch besteht Spielraum bei der Sanierung. Die Wärmeversorgung könne etwa über einen Gaskessel geleistet werden und: «Sonnenkollektoren werden in Betracht gezogen.» Dies schreibt die Stadt, die sich diesbezüglich bereits mit der kantonalen Denkmalpflege ausgetauscht habe.

Ein vom Stadtrat in Auftrag gegebenes Vorprojekt ergab, dass mit Kosten von rund 3,9 Millionen Franken für die Sanierung zu rechnen ist. Das Bemerkenswerte daran: Bei dieser Ausgabe handle es sich um eine gebundene Ausgabe, da es sich zu 100 Prozent um die Erneuerung der bestehenden Gebäudeteile und um die Erfüllung von baupolizeilichen Auflagen ohne Mehrwerterhöhung handle, schreibt der Stadtrat in seinem Beschluss. Die Ausgabe muss somit weder vom Parlament noch vom Volk abgesegnet werden. Bereits im Budget für das aktuelle Rechnungsjahr stellte die Exekutive 2 Millionen Franken ein. Somit können die Arbeiten bereits ab den nächsten Herbstferien starten. Sie dauern spätestens bis zum Ende der Sommerferien 2020.

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