Dietikon

Kirchgemeinde passt sich neuer Rechtslage an

Die römisch-katholische Kirchgemeinde Dietikon passt sich mit der Revision ihrer Kirchgemeindeverordnung dem neuen Kirchgemeindereglement an. Bild: St.-Agatha-Kirche in Dietikon.

Die Stimmberechtigten der römisch-katholischen Kirchgemeinde Dietikon haben gestern klar Ja gesagt zu ihrer neuen Kirchgemeindeordnung. Bei einer Stimmbeteiligung von 17,5 Prozent resultierten 1070 Ja-Stimmen und 139 Nein-Stimmen. Die Revision der Kirchgemeindeordnung wurde nötig aufgrund des neuen Kirchgemeindereglements, das die kantonale Synode 2017 erliess und das die bisherige Anwendung des kantonalen Gemeindegesetzes ersetzt. Das Reglement enthält diverse Bestimmungen, die bisher in den Kirchgemeindeordnungen festgelegt wurden. So umfasst nun die neue römisch-katholische Kirchgemeindeordnung von Dietikon nur noch 17 Artikel. Bisher waren es 61.

Zu den Neuerungen gehört insbesondere, dass Kirchgemeinden neu einen Unterhaltsfonds für Liegenschaften des Finanzvermögens bilden können, was die römisch-katholische Kirchgemeinde Dietikon schon lange wollte, vom Synodalrat aber unter altem Recht als unzulässig erklärt wurde. Weiter können Kirchenpflegemitglieder, die aus Dietikon in eine andere Zürcher Gemeinde ziehen, bis zum Ende der Amtsperiode weiterhin Kirchenpflegemitglieder bleiben. Zudem müssen Mitglieder der Rechnungsprüfungskommission nicht mehr in Dietikon wohnen, sondern können auch in anderen Gemeinden des Kantons Zürich wohnhaft sein. Sollte die Kirchgemeindeordnung dereinst wieder abgeändert werden, muss darüber künftig nicht mehr an der Urne abgestimmt werden, sondern nur noch, wenn ein Drittel der Kirchgemeindeversammlung dies fordert. Zudem sind die Publikationsmittel der Kirchgemeinde nicht mehr in der Kirchgemeindeordnung festgeschrieben, sondern werden durch die Kirchenpflege bestimmt. 

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