Urdorf
Kletterbaum und Balancier-Parcours: Kinder gestalten ihren neuen Pausenplatz

Die Schülerinnen und Schüler des Schulhauses Weihermatt haben gestern ihren neuen Pausenplatz mit einem grossen Fest eingeweiht.

Michelle Panza
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Weihermatt Pausenplatz-Eröffnung
14 Bilder
Die Sitzbänke waren ein grosses Anliegen der Schülerinnen und Schüler. Jetzt können Sie sich auch in der Pause setzen.
Dutzende Cupcakes wurden gebacken und für zukünftige Projekte verkauft.
Ein Graffitikünstler hat das Kunstwerk am Nachmittag noch ausgebessert, damit es in vollem Glanz erstrahlen kann.
Am Donnerstag führten verschiedene Gruppen Kunststücke vor.
Diese beiden Schüler beherrschen das Diablo und zeigen den Zuschauern ihr Können.
Bei der Feier war für jeden etwas dabei.
Mit Spiel und Spass weihten die Schülerinnen und Schüler ihren neuen Pausenplatz ein.
Auch eine Zaubershow durfte nicht fehlen.
Es ging magisch zu und her.
Mit Tarotkarten informierten die Schülerinnen und Schüler über die Zukunft der Gäste.
Es wurde fleissig geturnt und getanzt.
Neu gibt es auch Himmel und Hölle in der Schule Weihermatt in Urdorf.
Ebenfalls Durstige kamen auf ihre Kosten: Mit verschiedensten Getränken konnte man sich erfrischen.

Weihermatt Pausenplatz-Eröffnung

Alex Spichale

«Gemeinsam für unseren neuen Pausenplatz» – so lautete das Motto der diesjährigen Projektwoche der Primarschule Weihermatt in Urdorf. Seit gestern ist der neue Schulhof offiziell eingeweiht. Das spezielle am Projekt ist, dass es von den Schülerinnen und Schülern massgeblich mitgestaltet und durchgeführt wurde.

«Es sind zwei Projekte, die zusammenflossen. Das eine war der Wunsch neuer Spielmöglichkeiten, das andere, eine Projektwoche auf die Beine zu stellen», sagte Michael Gerber, Schulleiter der Schule Weihermatt. Dies sei dann im Elternrat thematisiert worden. «Herr Gerber gab den Anstoss dazu und wir nahmen das begeistert auf», sagte Katja Ruess, Präsidentin des Elternrats Weihermatt. Sie seien der Meinung, dass bis anhin relativ wenig Spielgeräte für die Kinder zur Verfügung standen. «Deshalb war es uns klar, dass wir den Pausenplatz aufwerten wollen», so Ruess.

Die Schülerinnen und Schüler füllten daraufhin einen Fragebogen aus, in dem sie ihre Wünsche und Anregungen aufschrieben. «Dann haben wir ein Konzept erstellt: Was finanziell möglich ist und wo die Kinder mithelfen können», sagt Ruess. Während eines Jahres bereiteten sich die Involvierten darauf vor. So nahm die Schülerschaft diese Woche mithilfe der Schulpflege, des Elternrats und des Hauswartteams die Umsetzung ihrer Wünsche und Ideen in Angriff.

Balancieren und klettern

Auf dem Programm stand unter anderem das Errichten neuer Sitzbänke, eines Kletterbaums und eines Labyrinths, das von einem Schüler konzipiert wurde. «Die Kletterwand haben wir mit Graffiti besprayt», sagte die Fünftklässlerin Mila Messer. Dafür wurde ein Wettbewerb durchgeführt; gewonnen hat eine Zweitklässlerin, deren Schriftzug der Schule nun die Wand ziert. Zudem bemalten die Kinder Steinfiguren und installierten einen Balancier-Parcours.

Das Projekt solle den Schülerinnen und Schülern natürlich auch etwas für das Leben mitgeben, sagte Gerber. Ihm sei es wichtig gewesen, dass man den Schülern zuhöre und auf sie eingehe. «Eine wichtige Lektion für ihr künftiges Leben war, dass sie einen Wunsch hatten und sich selbst dafür einsetzten, damit er sich erfüllt.» Es würde sie sicherlich prägen, auch gesehen und erlebt zu haben, wie man handwerklich arbeitet. Sei es auf dem Bagger, beim Beton giessen oder Backen.

Das Projekt habe die Schülerschaft mit den Eltern und Lehrern vereint. «Wir haben alle an einem Strang gezogen, damit das funktioniert», so Schulpfleger Roger Schmidinger. Das sehen auch die Schülerinnen und Schüler so. «Ich fand es toll, andere Schüler richtig kennenzulernen», sagt die Erstklässlerin Alesia Ziba. Sie habe neue «Gspänli» gefunden. «Deshalb haben wir das Projekt klassenübergreifend gestaltet», sagt Schulleiter Gerber.

Die Schülerschaft des Schulhauses Weihermatt hat auch von lokalen Betrieben viel Unterstützung erhalten. «Ohne diese Spenden hätten wir das nie so umsetzen können», sagt Elternratspräsidentin Ruess. Doch der immense Einsatz, den ihre Schützlinge geleistet hätten, sei eindrücklich. «Am Dienstag veranstalteten wir einen Sponsorenlauf.» Daran nahmen 85 Schülerinnen und Schüler freiwillig teil – das ist etwa ein Drittel aller Schüler.

Bei der grossen Feier zelebrierten alle Beteiligten und die Eltern die erfolgreiche Umsetzung der Projektwoche. Die Kinder zeigten in Tanz-, Turn- oder Zaubershows ihre Talente und führten Musik und Theatervorführungen auf. So schlossen sie das Projekt, wie sie es begonnen und durchgeführt hatten: gemeinsam.