Schlieren

Nach «Petra» und «Sabrina»: Zwei Bäume in Schlieren werden gefällt

Als Ersatz soll ein Nussbaum (Bild) und ein Spitzahorn dienen.

Als Ersatz soll ein Nussbaum (Bild) und ein Spitzahorn dienen.

Ein Bergahorn und ein Walnussbaum mussten in Schlieren weichen, weil sie ein Sicherheitsrisiko darstellten.

In der Stadt Schlieren sind kürzlich zwei wertvolle Bäume gefällt worden: Der eine war bereits abgestorben, der andere war gleich von mehreren Stürmen zerzaust worden. Der Stadtrat hat nun die beiden aus dem Ortsbild verschwundenen Bäume mit zwei offiziellen Beschlüssen aus dem kommunalen Inventar der Natur- und Landschaftsschutzobjekte entlassen – und auch gleich deren Ersatz angeordnet.

Bei der privaten Liegenschaft Zürcherstrasse 9 stand ein mächtiger Bergahorn. Der als B63 geführte Baum hatte gemäss Inventarblatt «die triste Hinterhofsituation und den Parkplatz stark aufgelockert». Er war aber komplett abgestorben. Immer wieder fielen grössere Äste herunter, welche abgestellte Fahrzeuge beschädigten. Der Bereichsleiter Grünunterhalt der Stadt Schlieren, der als Fachgutachter hinzugezogen wurde, stufte das Risiko von weiteren Bruchschäden als extrem hoch ein. Er konnte auch ein Umstürzen des Baums nicht ausschliessen. Aus Sicherheitsgründen empfahl er die umgehende Fällung, die auch gleich erfolgte.

«Petra» und «Sabrina» gaben einem Baum den Rest

Ein Walnussbaum im Kleingartenareal am Lachernweg, der im Inventar als B3 geführt wurde, hatte stürmische Zeiten hinter sich. Zunächst war am 4. Februar das Sturmtief Petra über ihn hinweggezogen – ein Viertel der Krone brach gleich weg. Da weitere Äste herunterzufallen drohten, liess ihn die Stadt zurückschneiden und die Gefahrenzone absperren.

Doch nur eine Woche nach Petra fegte auch noch «Sabrina» über das Kleingartenareal hinweg – und beim Walnussbaum brach ein Drittel der übrig gebliebenen Krone ab. «Durch das Abbrechen der Äste war die gesamte Krone statisch nicht mehr ausbalanciert und deshalb instabil», hält der Stadtrat fest. Der Bereichsleiter Grünunterhalt empfahl aus Sicherheitsgründen, dass der Baum, der gemäss Inventarblatt «ein prägendes Element in einer ökologisch wertvollen Umgebung» darstellt, gefällt werden soll.

Stattdessen ein Nussbaum und ein Spitzahorn

Der Bergahorn an der Zürcherstrasse wird gemäss Beschluss des Stadtrates durch einen Spitzahorn ersetzt, der Walnussbaum im Kleingartenareal zu einem späteren Zeitpunkt durch einen Nussbaum. Beides sollen «einheimische, ökologische wertvolle Bäume» sein, hält der Stadtrat fest. 

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