Wer zuletzt lacht …

Nummer 21 zum Schluss: Das letzte Schreiben zum Coronavirus von unserem Schlieremer Kolumnisten

Im letzten Teil seiner Corona.Kolumne spricht Martin von Aesch über Trump – und seiner ganz eigenen Virusbekämpfung. (Symbolbild)

Im letzten Teil seiner Corona.Kolumne spricht Martin von Aesch über Trump – und seiner ganz eigenen Virusbekämpfung. (Symbolbild)

In seiner Kolumne «Wer zuletzt lacht ...» in der Limmattaler Zeitung überlegte er sich während der Coronakrise, wie er trotzdem den Humor nicht verliert. Nun endet die Kolumne. Ab sofort ist Martin von Aesch an dieser Stelle wieder alle 14 Tage mit seiner Kolumne «Findeldinger» zu lesen.

Als ich der Redaktion vorschlug, eine kleine Serie über die Folgen der Pandemie zu schreiben, hätte wohl niemand gedacht, dass da sage und schreibe 21 Texte zusammenkommen. Selbst ich vermutete damals, dass mir nach ein, zwei Wochen die Ideen ausgehen würden. Doch dem war nicht so, weil alle Informationen, die auf uns einprasselten, derart viel Stoff hergaben. Doch nun, da die Fallzahlen merklich zurückgehen, ist es an der Zeit, meinem Schreiben zur Seuche ein Ende zu setzen. Dies streng nach dem Gesetz: Hör nicht erst dann auf, wenn die anderen genug haben.

Überlassen wir also denen das Feld, die vor Corona die Szenerie beherrscht haben, dann aber aus aktuellen Gründen ins zweite Glied haben zurücktreten müssen. Lassen wir wieder all jene zu Wort kommen, deren Ego nach Aufmerksamkeit lechzt.

Haben Sie sich einmal überlegt, wie es in den letzten Monaten dem amerikanischen Präsidenten ergangen sein muss, der von einem Tag auf den andern von einem kleinen Virus aus allen Medien gekippt worden ist? Das muss für den angeblich mächtigsten Mann der Welt eine schlimme Erfahrung gewesen sein. Natürlich hat er mit einigen verzweifelten Aktionen versucht, sich wieder in die Schlagzeilen zu katapultieren.

Zum Beispiel als er gemeint hat, es sei eine gute Idee, sich Desinfektionsmittel zu spritzen. Doch der langfristige Erfolg wollte sich einfach nicht einstellen. Sein Name war von den Titelblättern verschwunden. Höchstens noch unter Vermischtem war er zu finden. Doch nun, da wir mehr und mehr zu einer gewissen Normalität zurückkehren, wird der Typ aus dem Weissen Haus sich wohl so benehmen, dass er wieder dort steht, wo er seiner Meinung nach auch hingehört: in den Mittelpunkt.

Erst Corona, dann erneut Trump. Dabei könnten die beiden nicht unterschiedlicher sein. Vor Corona sollte man nämlich keine Angst haben, aber grossen Respekt. Und vor Trump? Eben, das Gegenteil!

Zur Person:

Der Schlieremer Martin von Aesch gehört als AHV-Positiver zur Corona-Risikogruppe. Hier überlegt er sich, wie er trotz der Krise den Humor nicht verliert.

Der Schlieremer Martin von Aesch gehört als AHV-Positiver zur Corona-Risikogruppe. Hier überlegt er sich, wie er trotz der Krise den Humor nicht verliert.

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