Zürich

Regierungsrat will keine Laien: Polizisten als First Responder bei medizinischen Notfällen

Die Einsätze wurden mittlerweile in Arbeitsalltag der Polizei integriert.

Die Einsätze wurden mittlerweile in Arbeitsalltag der Polizei integriert.

Zürcher Kantonspolizisten leisten seit einiger Zeit als so genannte First Responder auch Hilfe bei medizinischen Notfällen. In der sechsmonatigen Pilotphase wurden sie über 200 Mal zu einem Notfall aufgeboten.

First Responder werden parallel zum Rettungsdienst aufgeboten und sollen möglichst rasch entsprechend ihrer Ausbildung und Ausrüstung erweiterte Erste Hilfe leisten.

Während des Pilotbetriebs hat die Kantonspolizei laut einer Mitteilung vom Mittwoch durchschnittlich knapp sechseinhalb Minuten gebraucht, bis die Einsatzkräfte vor Ort waren und helfen konnten.

Geht ein Notruf ein, verständigt die Zentrale von Schutz und Rettung Zürich die Einsatzzentrale der Kantonspolizei. Diese wiederum bietet dann Kantons- oder Kommunalpolizei-Patrouillen in der Nähe auf. Viele Patrouillenfahrzeuge sind mit externen Defibrillatoren ausgerüstet, die bei Herzrhythmusstörungen zum Einsatz kommen.

Regierungsrat will keine Laien

Im Kanton Zürich existiert ein First-Responder-System in Form eines Netzwerks von professionellen Rettungsorganisationen. Laut einer Antwort des Regierungsrates auf eine Anfrage in Kantonsrat sind neben der Kantonspolizei die Stadtpolizeien Zürich und Winterthur sowie verschiedene lokale Feuerwehren und regionale Ärztegesellschaften Mitglieder dieses Netzwerks.

Den Aufbau eines laienbasierten Systems hingegen hält der Regierungsrat im dicht besiedelten und gut erschlossenen Kanton Zürich nicht für notwendig.

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