Birmensdorf

10 Millionen Franken für Werkhof in Birmensdorf

So soll der Werkhof des kantonalen Gewässerunterhalts dereinst aussehen.

So soll der Werkhof des kantonalen Gewässerunterhalts dereinst aussehen.

Der Kanton erwartet noch dieses Jahr die Baubewilligung für den neuen Standort des Gewässerunterhalts.

Im Dezember hat die Kantonspolizei im Reppischtal in Birmensdorf ihr neues Ausbildungsgebäude eröffnet. Und schon rückt der Baustart für das nächste kantonale Gebäude in Birmensdorf näher. Die Rede ist vom neuen Werkhof für den kantonalen Gewässerunterhalt.

Von Mitte September bis Anfang Oktober lag im Birmensdorfer Gemeindehaus das Baugesuch für das 40 mal 40 Meter grosse, zweigeschossige Gebäude auf. «Mit der Baubewilligung wird im zweiten Quartal 2020 gerechnet», sagt Markus Pfanner, Sprecher der kantonalen Baudirektion. Man habe das Projekt noch optimiert hinsichtlich der Entwässerung.

Der Kanton plant, im Herbst 2020 die Bauarbeiten zu vergeben. Der Baustart hängt davon ab, wann der Regierungsrat den Kredit für das Gebäude beim Kantonsrat beantragt und wann dieser das Geld bewilligt. Das ist zurzeit noch offen. Heute geht der Kanton von Baukosten in der Höhe von 10 Millionen Franken aus. 2017, als das Projekt noch nicht so detailliert war, sprach man noch von 8 Millionen.

Der Kanton rechnet mit einer Bauzeit von 20 Monaten, wie Pfanner sagt. Bis die Bagger auffahren, braucht der Kanton das dreiseitig von Wald umgebene Areal im Industriegebiet Ristet noch nicht. Zurzeit vermietet er es an Unternehmen.

Der neue Werkhof für den kantonalen Gewässerunterhalt, der zum Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) der Baudirektion gehört, wird für das bestehende Gewässerunterhaltsgebiet Reuss/Limmat zuständig sein. Dieses beinhaltet zur Hauptsache die Bezirke Dietikon und Affoltern sowie den Westen der Stadt Zürich. Zu den Fliessgewässern, die der Kanton hier unterhält, gehört neben der Limmat und der Reppisch auch der Wüeribach. Im Säuliamt unterhält er neben der Reuss unter anderem den durch Affoltern fliessenden Jonenbach.

Was passiert mit dem Gebäude in Dietikon?

Die kantonale Gewässerunterhaltsequipe, die in diesem Gebiet tätig ist, besteht aus einem Betriebsleiter, einem Vorarbeiter und fünf Wasserbaufacharbeitern. Im Erdgeschoss des neuen Werkhofs werden sie unter anderem über sieben 5,65 Meter breite Fahrzeuggassen verfügen. Weiter beinhaltet das Gebäude zum Beispiel Lagerräume und Büros.

Der heutige Werkhof an der Bachstrasse 43 in Obfelden ist ein Mietobjekt. Mit dem Umzug nach Birmensdorf wird der Kanton den Mietvertrag auslaufen lassen. Was hingegen mit dem heutigen Magazin an der Giessenstrasse 19 in Dietikon passieren wird, ist noch offen; hier ist der Kanton Eigentümer. «Nach dem Umzug des Unterhaltsteams nach Birmensdorf wird das weitere Vorgehen definiert», sagt Pfanner. Eine Vermietung oder einen Verkauf schliesst der Kanton derzeit noch nicht aus.

Der neue Standort in Birmensdorf hat für den Kanton verschiedene Vorteile. «Er liegt an zentraler Lage des Unterhaltsgebiets Reuss/Limmat. Zudem sind neu alle Maschinen und Geräte an einem Ort zusammengefasst und die Arbeitswege werden optimiert», sagt Pfanner.

Der neue Werkhof ist auch ein Kraftwerk

Auch in Sachen Energie hat sich der Kanton etwas überlegt. Wie Pfanner gegenüber der Limmattaler Zeitung weiter ausführt, wird der Werkhof mittels Erdwärmesonden und Wärmepumpen seine Heizenergie aus dem Boden beziehen. Geheizt werden nur die Diensträume; die Halle mit den Fahrzeugen wird nur gegen Frost temperiert.

Mittels Photovoltaikanlage auf dem Dach wird der Werkhof auch Strom produzieren. Diese wird laut Pfanner eine Leistung von 14 Kilowatt-Peak haben, das entsprich rund 14000 Kilowattstunden pro Jahr.

Wie der Werkhof grundsätzlich aussehen wird, wurde 2017 bestimmt. Damals setzte sich die Zürcher Raumbureau GmbH im Projektwettbewerb gegen 73 andere Projektteams durch.

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