Jahresrechnungen

Aesch fürchtet sich nicht vor dem Coronavirus – und richtet trotz Minus den Blick nach vorne

Auch wenn die Jahresrechnung ein Minus verzeichnet, richtet die Gemeinde Aesch den Fokus auf die Zukunft. Finanzen (Symbolbild)

Auch wenn die Jahresrechnung ein Minus verzeichnet, richtet die Gemeinde Aesch den Fokus auf die Zukunft. Finanzen (Symbolbild)

87 Anwesende nehmen die Jahresrechnungen der Gemeinde Aesch einstimmig ab. Die Aussichten sind gut – die Finanzvorsteher erwartet keine markanten Änderungen.

An der Gemeindeversammlung vom Mittwoch waren die Jahresrechnungen 2019 der Primarschule und der Politischen Gemeinde Aesch traktandiert. Doch mehr als der Blick zurück interessierten die 87 Stimmberechtigten, wie die Zukunft aussehen mag. Die beiden Finanzvorsteher gaben Entwarnung: Aesch habe den Spielraum, um die Covid-19-Krise zu bewältigen, sagte Gemeinderat Diego Bonato (SVP). Und Schulpfleger Jürg Niederbacher meinte, dass die Schule gut aufgestellt sei.

Die Finanzvorstände erwarten für das laufende Jahr noch keine grossen Verwerfungen. Da die Steuererklärungen bereits ausgefüllt worden seien, werden sich auf der Einnahmenseite allfällige Folgen des Lockdown erst zeitverzögert im Jahr 2021 zeigen, wie Bonato ausführte. Und auf der Ausgabenseite sei es bislang bei «überschaubaren Mehrkosten» geblieben, sagte Niederbacher. «Ohne zweite Welle wird das die Rechnung 2020 nicht beeinflussen.»

Auch 2021 erwarten die Finanzvorsteher keine markanten Änderungen. Ein Rückgang der Steuereinnahmen werde insbesondere bei den juristischen Personen erwartet; doch seien in Aesch vergleichsweise wenige Unternehmen angesiedelt, sagten Bonato und Niederberger.

Die Jahresrechnung der Politischen Gemeinde weist ein Minus von rund 625'000 Franken aus. Das Resultat ist damit um 807'000 Franken schlechter ausgefallen als budgetiert. Es wurden 850'000 Franken weniger Grundstückgewinnsteuern abgerechnet als erwartet. Mehrere Abrechnungen haben sich verzögert; die ausgebliebenen Beträge werden in den Rechnungen 2020 oder 2021 verbucht. Die Primarschule weist ein Plus von 64'000 Franken aus, das Budget hatte noch ein Minus von 34'500 Franken vorgesehen. Verschiedene Minderausgaben haben die tieferen Steuererträge mehr als kompensiert. Die Jahresrechnungen wurden einstimmig genehmigt.

Ebenfalls einstimmig hiessen die Stimmbürger die Projektierungskreditabrechnung für den Mehrzweckgebäudeersatz sowie drei Einbürgerungen gut.

Covid-19 war nicht nur bei der Behandlung der Jahresrechnungen ein Thema, sondern auch bei den Informationen des Gemeinderats. Auf das 1.-August-Fest verzichte die Gemeinde zwar, sagte Gemeindepräsident Johann Jahn (Forum), doch werde es nun ein Höhenfeuer beim Bänkli auf dem Horn geben. Eine Festwirtschaft werde nicht geführt, Getränke müssten mitgebracht werden. 

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