Nach dem Kanton Zürich hat nun auch der Grosse Rat des Kantons Aargau seinen Teil zur Finanzierung der Limmattalbahn beigetragen – und dies mit einem klaren Votum: Die 179,5 Millionen Franken genehmigten die Parlamentarierinnen und Parlamentarier am Dienstag mit 117 zu 11 Gegenstimmen bei einer Enthaltung.

Damit sind nun die Finanzierungsbeiträge beider Standortkantone der 13,4 Kilometer langen Bahn gesichert, die ab 2022 Zürich Altstetten mit Killwangen-Spreitenbach verbinden soll. Auch wenn alle Parteien im Grossen Rat das Generationenprojekt im Grundsatz klar befürworteten, kam es vor der Beschlussfassung zu einer spannenden Debatte. Dabei stand vor allem die Frage im Raum, wie viel Geld die Regierung für das Projekt aus der Strassenkasse nehmen darf.

Während der Kanton Zürich das Geld für die Finanzierung seines Anteils an der Limmattalbahn aus dem kantonalen Verkehrsfonds nimmt, wollte die Aargauer Regierung einen Betrag 34 Millionen über die Spezialfinanzierung Strassenrechnung finanzieren. Dies mit der Begründung, dass die Bahn die Kantonsstrasse entlasten wird. Der parlamentarischen Kommission für Umwelt, Bau, Verkehr, Energie und Raumordnung (UVB) war dieser Betrag allerdings zu hoch. Sie forderte, dass nun 25 Millionen aus dem Strassenfonds entnommen würden.

Die Kommissionsmehrheit argumentierte, dass bereits die knapp 59 Millionen Franken, die der Bund als Beitrag aus dem Agglomerationsprogramm für den Bau des Aargauer Teils der Bahn in Aussicht stellt, vollumfänglich von Strassenbenützern bezahlt würden. «Zusammen mit dem vom Regierungsrat vorgesehenen Beitrag aus der Strassenrechnung würde der strassenseitige am Verpflichtungskredit also bei über 50 Prozent liegen», sagte Kommissionspräsidentin Renate Gautschy (FDP, Gontenschwil).

Grüne, SP und GLP stellten sich geschlossen hinter den Antrag des Regierungsrats, die CVP, FDP, SVP und BDP hinter den Antrag der Kommission UBV. Bei der Entscheidungsabstimmung stimmten 84 Parlamentarier für die 25 Millionen, welche die Kommission beantragt hatte; nur 44 stellten sich hinter die 34 Millionen des Regierungsrats. Dem nun um 9 Millionen gekürzten Betrag stimmte der Grosse Rat dann aber mit 112 zu 9 Gegenstimmen klar zu.

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