Geroldswil

Baufeld Ost: Der Rohbau für die Zukunft steht

Die Anwesenden feierten am Donnerstag die Fertigstellung des Rohbaus des Baufelds Ost, dort, wo in gut einem Jahr der Coop einziehen wird.

Vertreter der Gemeinde, Planer und Bauarbeiter feierten die Aufrichte der Zentrumsüberbauung Baufeld Ost in Geroldswil.

Die Festbänke aus Holz und die blauen Tischtücher verleihen der grossen grauen Halle etwas Farbe. Um die Tische herum stehen mehrere Dutzend Männer und prosten sich zu. Es riecht nach grilliertem Fleisch und Raclette.

Die Stimmen verstummen, als der Geroldswiler Hochbauvorstand Peter Vogel (FDP) vor die Menge tritt. «Ich erinnere mich noch gut an den Freitag, 4. Mai 2018, als unter der Leitung meines Vorgängers, Willy Oswald, der Spatenstich erfolgte.» Seitdem sei ein erfreulicher Baufortschritt zu beobachten, sagte Vogel.

Er begrüsste die Planer, Architekten, Handwerker sowie seine Gemeinderatskollegen, Liegenschaftenvorstand Peter Christen (FDP) , Tiefbau- und Werkvorstand Andreas Gabi (FDP) und Finanzvorstand Paul Albrecht (parteilos), am Donnerstagabend an der Aufrichte der neuen Geroldswiler Zentrumsüberbauung, die auf dem Baufeld Ost entsteht.

Einkaufen im Coop ab Herbst 2020

Die Anwesenden feierten die Fertigstellung des Rohbaus des Baufeld Ost. Dort, wo die Bevölkerung in gut einem Jahr im neuen Coop einkaufen wird. Im Herbst 2020 wird der Detailhändler die 1000 Quadratmeter grosse Filiale eröffnen. Derzeit verfügt er in Geroldswil über eine Verkaufsfläche von rund 400 Quadratmetern.

Daneben im Erdgeschoss zieht die Apotheke Pill ein. Im zweistöckigen Untergeschoss ist eine Tiefgarage mit 160 Parkplätzen entstanden. Über der Gewerbefläche gibt es 27 Mietwohnungen.

«Wenn der Rohbau vom Spatenstich bis zum Dach unfallfrei, im Zeitplan und im Kostenrahmen gewachsen ist, dann ist das der Verdienst von all denen, die bei der Planung und Organisation, vor allem aber in der praktischen Ausführung, gut zusammengearbeitet haben», sagte Vogel. Als Hochbauvorstand von Geroldswil freue er sich mit allen Beteiligten und gratuliere zu diesem Etappensieg.

Überzeugende und gelungene Planung

Dankbar zeigte sich Vogel gegenüber den Geroldswilerinnen und Geroldswilern. «Sie sind die eigentlichen Bauherren und haben diesem zukunftsweisenden Projekt zugestimmt.» Einen Dank sprach Vogel auch dem zuständigen Zürcher Architekten Peter Baumberger von Baumberger und Stegmeier und seinem Team für die «überzeugende und gelungene» Planung aus.

Vogel ging in seiner Rede auch auf die Bedeutung des rund 35 Millionen Franken teuren Projekts für die Gemeinde ein. «Ich freue mich über die Entwicklung im Zentrum.» Dabei betonte Vogel die Harmonie von neu und alt. Die Volumen der Neubauten seien so gesetzt, dass ein offensichtlicher Bezug zum bestehenden Zentrum entstehe. Dies gelinge mit den drei- beziehungsweise fünfgeschossigen rechteckigen Baukörpern und dem Wechsel von offenen und geschlossenen Teilen der Fassade.

Noch interessanter und konkurrenzfähiger

Doch nicht nur aus architektonischer Sicht zeigte sich der Hochbauvorstand überzeugt. Die neuen Wohn-, Arbeits-, und Einkaufsmöglichkeiten seien nicht nur Wirtschaftsfaktoren für Geroldswil, sie seien auch Standortfaktoren, weil sie zu einer Atmosphäre beitragen würden, die auch für andere Menschen, Branchen und deren Beschäftigte attraktiv sei, sagte Vogel. «Damit wird unsere Gemeinde noch interessanter und konkurrenzfähiger. Wir in Geroldswil bauen Zukunft und nehmen diese selber in die Hand.» Er wünsche den Arbeiterinnen und Arbeitern sowie dem Projekt weiterhin einen reibungslosen und unfallfreien Verlauf und viel Erfolg.

Während auf dem Baufeld Ost nun der Innenausbau angegangen wird, lässt der Gemeinderat Prospekte für die 27 Mietwohnungen erstellen. Die Mietpreise konnten bereits grob festgelegt werden. «Bei den 5,5-Zimmer-Wohnungen bewegen wir uns bei monatlich zwischen 2900 bis 3200 Franken. Die 4,5-Zimmer-Wohnungen kosten zwischen 2500 und 2700 Franken im Monat und bei den 3,5-Zimmer-Wohnungen muss man mit 2100 bis 2300 Franken rechnen», verriet Vogel.

Bedenken, Mieter zu finden, hat er nicht. «Die Wohnungen haben einen schönen Grundriss und die Preise sind angemessen. Ich wäre nicht überrascht, wenn wir Ende Jahr bereits einen grossen Teil der Mieter hätten.»

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1