Unterengstringen
Das Mittag-Essen soll in Zukunft im Singsaal serviert werden

Die Unterengstringer Schulpflege stellt ihre Ideen für ein neues Schulraumkonzept vor. Markante Veränderungen sind im Schulhaus Büel B, im Singsaal und im Pavillon vorgesehen. Im Singsaal sollen der Mittagstisch und der Hort untergebracht werden.

Sandro Zimmerli
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Im Gebäude des Singsaals könnte künftig der Mittagstisch untergebracht werden.

Im Gebäude des Singsaals könnte künftig der Mittagstisch untergebracht werden.

zim

Neue Quartiere bedeuten mehr Einwohner und damit auch steigende Schülerzahlen. Es ist eine einfache Gleichung, dennoch fordert sie von der Primarschule Unterengstringen grosse Anstrengungen. Der Platz in den beiden Schulhäusern wird knapp. Die Schulpflege hat deshalb bereits im letzten Jahr damit begonnen, die bestehende Infrastruktur umzubauen oder vorhandene Räume umzunutzen (siehe Box).

Schulraumplanung

2011 genehmigte die Schulgemeindeversammlung einen Kredit von 267000 Franken für die Schulraumplanung und die Erstellung eines Containerprovisoriums. Dort ist derzeit der Mittagstisch untergebracht. Zudem wurde die Gastroküche im Schulhaus Büel B in einen Gruppenraum umgebaut. Aus dem Mittagstischzimmer im Schulhaus Büel B wurde ein Schulzimmer. Im Budget 2013 sind in der Investitionsrechnung Ausgaben von 320 000 Franken veranschlagt. Davon sind unter anderem 200 000 Franken für den Umbau der Gruppenräume in den Schulhäusern Büel A und Büel B vorgesehen. (zim)

An diesem Konzept will sie auch in Zukunft festhalten. Am Montagabend informierte sie deshalb die Angestellten der Schule sowie die politische Gemeinde über die Pläne für ein neues Raumkonzept. «Ziel ist es, die bestehenden Ressourcen auszunutzen, möglichst ohne neue Gebäude zu bauen. Zu jedem Klassenzimmer wollen wir künftig einen Gruppenraum haben», sagte Andreas Lehmann. Der Architekt ist selber Schulpfleger in der Primarschulgemeinde Oetwil-Geroldswil und wurde mit der Erarbeitung des neuen Raumkonzeptes betraut.

Mehrzweckraum statt Tankraum

Markante Veränderungen sind im Schulhaus Büel B, im Singsaal und im Pavillon vorgesehen. Sowohl im Erdgeschoss als auch im Obergeschoss im Büel B sind neue Gruppenräume vorgesehen. Dafür wurde bereits die alte Gastroküche herausgerissen. Zudem soll das Besprechungszimmer einem Gruppenraum weichen. Die Schulleitung wird im Büel B belassen.

Grosse Eingriffe ins bestehende Raumkonzept sind im Untergeschoss des Schulhauses geplant. «Der ungenutzte Tankraum soll in einen Mehrzwecksaal umgebaut werden. Er könnte dann auch als Singsaal genutzt werden», sagte Lehmann. Damit im Saal auch ausserhalb der Schulzeit Veranstaltungen stattfinden können, sei eine Erschliessung von aussen geplant. Vorgesehen sei ein Entree mit Garderobe und Toiletten. «Im Mehrzweckraum würden 110 Personen Platz finden», hielt Lehmann fest.

Weiter ist vorgesehen, dass die Musikschule ihr Zimmer vom Untergeschoss im Büel B ins Untergeschoss des Pavillons zügelt. Diese Räume sollen künftig für den Deutsch-als-Zweitsprache-Unterricht und die Integrative Förderung genutzt werden.

Mittagstisch im Singsaal

Diese Pläne haben Konsequenzen für die weiteren auf dem Schulareal befindlichen Gebäude. Da der geplante Mehrzweckraum auch als Singsaal genutzt werden könnte, würde der heutige Singsaal frei. «Dort ist geplant den Mittagstisch und den Hort unterzubringen», hält Lehmann fest. Neben der Musikschule soll auch die Schulverwaltung, die sich derzeit im Büel A befindet in den Pavillon ziehen – und zwar in eine der beiden Wohnungen im Obergeschoss. Dort sollen künftig auch die Schulsozialarbeit, ein Sitzungszimmer und ein Schulpflegebüro untergebracht werden. In der bestehenden Werkstatt im Untergeschoss des Pavillons könnte dereinst die Spielgruppe untergebracht werden.

Gleichzeitig mit der Neuanordnung der Räume sollen die feuerpolizeilichen Massnahmen angegangen werden. Mit der Umsetzung des Raumkonzeptes könnte frühestens 2014 begonnen werden. Bislang sind noch keine Gelder gesprochen worden.

Sowohl für die Lehrerschaft als auch für die Vertreter der politischen Gemeinde war es das erste Mal, dass sie über das neue Raumkonzept informiert wurden. Dementsprechend viele Anregungen wurden angebracht. So wiesen einige Lehrer daraufhin, dass die Gruppenräume möglichst neben den Klassenzimmern liegen sollten. Gemeindepräsident Peter Trombik forderte, dass die politische Gemeinde in die weiteren Planungen involviert werde. Zudem gab er zu bedenken, dass es schwierig werden dürfte, dem Steuerzahler zu erklären, dass man nur 100 Meter neben dem Gemeindesaal einen neuen Mehrzweckraum bauen wolle. «Der Singsaal ist ein emotionales Thema. Viele Einwohner haben schon als Kinder dort gesungen. Das sollte man auch beachten», so Trombik. Vielleicht solle man sich trotzdem Gedanken über ein zusätzliches Gebäude machen.

Marcel Blum, Finanzvorstand der Schulpflege, nahm die Anregungen entgegen und versprach, die Gemeinde in die Planungen miteinzubeziehen.

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