Aesch

Der Radweg, der mitten auf der Strecke endet, überquert bald die Grenze

Die Veloverbindung nach Arni wird doch noch fertig. Die rechtlichen Hindernisse auf der Aargauer Seite sind beseitigt.

Der geplante Radweg von Aesch in die südlich gelegene aargauische Nachbargemeinde Arni wurde bisher erst zur Hälfte gebaut. Wo der Aargau beginnt, endet der Radweg. Das sorgt in Aesch für manchen Spruch über den Nachbarkanton. Weniger lustig ist: Die Radfahrer müssen ab der Kantonsgrenze auf die Arner Zürichstrasse wechseln, eine Ausserortsstrecke ohne richtige Kurve, auf der es den einen oder anderen Autofahrer lockt, das Gaspedal etwas zu weit nach unten zu drücken.

Der Veloweg auf Aescher Seite wurde hingegen bereits im vorletzten Jahr gebaut, er wurde im November 2015 fertig. Der Bau des Aargauer Teils hätte dann im Sommer 2016 losgehen sollen, hiess es im Mai 2015, als das Projekt in Arni auflag. Doch die Baumaschinen sind dann doch nicht aufgefahren.

Eine Nachfrage der Limmattaler Zeitung beim Aargauer Departement für Bau, Verkehr und Umwelt bringt nun eine gute Nachricht zutage: Das letzte rechtliche Hindernis ist offenbar aus dem Weg geräumt. Zuletzt hatte sich der Baubeginn wegen einer ausstehenden Unterschrift in der Phase Landerwerb zwar noch um drei Monate verzögert. Aber: «Die Bauarbeiten am Radweg Arni werden am 9. Januar 2017 starten», sagt Elmin Jelecevic, Projektleiter bei der Abteilung Tiefbau. Im August 2017 sollen die Arbeiten dann abgeschlossen sein. Rechtzeitig also, um sich noch im kommenden Sommer auf dem neuen Weg einer Velotour vom Limmattal ins Reusstal zu erfreuen.

2009 in Planung aufgenommen

Dieser Radweg hat schon eine längere Geschichte. Mit der Revision des regionalen Limmattaler Richtplans wurde er 2009 in die langfristige Planung aufgenommen. Vize-Gemeindepräsident und Tiefbauvorstand Roland Helfenberger (SVP) sagt dazu: «Es ist schon schade, dass er bisher mitten auf der Strecke endet. Aber jetzt sind wir froh, geht es los.»

Roland Helfenberger, Tiefbauvorstand

Roland Helfenberger, Tiefbauvorstand

Neben dem Bau des Radwegs nach Arni wird in der Gemeinde Aesch auch anderweitig noch Handlungsbedarf für den Veloverkehr gesehen – insbesondere auf der Verbindung zwischen Aesch und Birmensdorf. Dies hat auch mit einem Paradigmenwechsel zu tun. So war es früher durchaus normal, dass Radwege fernab der grossen Verkehrsrouten verlaufen. Neu werden sie häufig entlang der Hauptverkehrsstrassen geführt.

Nach Birmensdorf ein Radstreifen

Das soll auch zwischen Aesch und Birmensdorf der Fall werden. Während die Velofahrer bergabwärts durchaus eine gewisse Geschwindigkeit erreichen und daher nicht von vielen Autos überholt werden, sieht es bergaufwärts etwas anders aus. Hier ist geplant, auf der rechten Strassenseite einen Radstreifen zu erstellen. Ein konkretes Projekt liegt zwar noch nicht vor. Die Zürcher Planungsgruppe Limmattal (ZPL) hat das Anliegen aber am 2. November als Teil des regionalen Richtplans beschlossen, der nun noch durch den Regierungsrat festgesetzt werden muss.

Nächster Ausbau ist bereits in Planung

«Momentan sieht es danach aus, dass die Realisierung 2021 starten könnte. Aber definitiv lässt sich das erst in den nächsten Jahren einmal sagen», erklärt Helfenberger. Bei der Birmensdorfer- respektive Aescherstrasse handelt es sich um eine Strasse in Besitz des Kantons, bei der eine Sanierung in den nächsten Jahren sowieso zum Thema wird. «Wir gehen davon aus, dass der geplante Radstreifen als Teil dieser Strassensanierung verwirklicht werden kann», so Helfenberger. Doch bis es soweit ist, herrscht zuerst einmal Freude, dass es mit dem Radweg nach Arni doch noch klappt.

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