Limmattal
Die ZKB schüttet zehn Prozent weniger Dividenden an Limmattaler Gemeinden aus

Im Vergleich zum Vorjahr schüttet die Zürcher Kantonalbank dem Bezirk Dietikon dieses Jahr rund zehn Prozent weniger Dividenden aus. Dank einer neuerlichen Sonderdividende können die elf Finanzvorsteher dennoch ein weiteres Mal stattliche Beiträge verbuchen.

Oliver Graf
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Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) verteilt unerwartet eine Corona-Sonderdividende; der Kanton erhält 67 Millionen Franken, die Gemeinden 33 Millionen.

Die Zürcher Kantonalbank (ZKB) verteilt unerwartet eine Corona-Sonderdividende; der Kanton erhält 67 Millionen Franken, die Gemeinden 33 Millionen.

Archivbild: Matthias Scharrer / ARC

Im Vergleich zum Vorjahr schüttet die Zürcher Kantonalbank (ZKB) den elf Städten und Gemeinden im Bezirk Dietikon dieses Jahr rund zehn Prozent weniger aus. Der ausgerichtete Betrag bleibt im langjährigen Vergleich aber trotzdem hoch.

Denn wie schon im Vorjahr belässt es die ZKB nicht bei der ordentlichen Dividende, die für die Zürcher Gemeinden wieder­um insgesamt 115 Millionen Franken ausmachen wird. Sie richtet erneut eine zusätzliche Dividende aus. Waren dies im Vorjahr anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens 100 Millionen Franken für den Kanton und 50 Millionen Franken für die Gemeinden, verteilt die ZKB nun eine Corona-Sonderdividende; der Kanton erhält unerwartet 67 Millionen Franken, die Gemeinden 33 Millionen.

Die ordentliche Gewinnausschüttung für die einzelnen Zürcher Gemeinden hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Damit fällt der zusätzliche Zustupf etwas geringer aus. Doch ist dieser ein Bonus, mit dem die Gemeinden ja gar nicht rechnen durften. So gibt es zwar weniger Geld als im Vorjahr, aber doch noch mehr als üblich.

ZKB kommt für ein Prozent des Gemeindebudgets auf

Dass die Bank nach ihrer einmaligen Jubiläumsdividende nun eine weitere Sonderdividende ausrichtet, hatte sie bereits Ende Februar im Rahmen der Präsentation des Jahresergebnisses 2020 angekündigt. «Mit der Sonderdividende wollen wir unseren Beitrag leisten, um Kanton und Gemeinden in der Bewältigung der Coronakrise zu unterstützen», sagte ZKB-Bankratspräsident Jörg Müller-Ganz.

Die elf Dietiker Bezirksgemeinden erhalten Beiträge zwischen rund 160000 Franken (Aesch) und 2,7 Millionen Franken (Dietikon). Es sind Gelder, welche die Finanzvorstände gern entgegennehmen; sie machen im Gesamthaushalt einer Gemeinde (inklusive Schulen) immerhin rund ein Prozent aus.

Die ZKB-Dividende wird unter den Zürcher Gemeinden anhand ihrer Bevölkerungsgrösse verteilt. Pro Kopf gibt es 95.62 Franken (Vorjahr: 107.39 Franken). Aus diesem Grund wird Schlieren in diesem Jahr auch nur sechs Prozent weniger von der Bank erhalten als im Vorjahr. Die Stadt verzeichnete von Ende 2019 bis Ende 2020 ein Bevölkerungswachstum um über 1100 Personen auf nun 19872 Einwohner. In Oberengstringen, Oetwil und Urdorf reduziert sich der ZKB-Beitrag hingegen gleich um elf Prozent; ausser in Oberengstringen (minus 15 Einwohner) sind zwar auch dort die Bevölkerungszahlen gestiegen. Das Wachstum ist aber hinter dem kantonalen Durchschnitt geblieben.

Von den insgesamt 148 Millionen Franken, welche die ZKB an die Gemeinden ausschüttet, geht der Grossteil naturgemäss an die beiden Grossstädte: Winterthur (10,9 Millionen) und Zürich (40,2 Millionen) können mehr als einen Drittel aller Dividenden einstreichen. Am wenigsten erhält die Gemeinde Volken im Zürcher Weinland; mit einem Volk von 383 Einwohnern werden ihr knapp 37000 Franken überwiesen.