Dietikon
Die Stadt plant keinen Spielplatz im Limmatfeld trotz neuer Wohnungen

Trotz Bevölkerungswachstum sind im Bezirkshauptort in den nächsten Jahren keine neuen Spielplätze vorgesehen. Das antwortet der Stadtrat auf eine Interpellation der SP-Gemeinderätin Catherine Peer.

Von Bettina Hamilton-Irvine
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Trotz Bevölkerungswachstum: Stadt Dietikon plant keine neuen Spielplätze im Limmatfeld.

Trotz Bevölkerungswachstum: Stadt Dietikon plant keine neuen Spielplätze im Limmatfeld.

Michael Hugentobler

Wenn das Limmatfeld fertig gebaut ist, soll es nicht weniger als 2000 bis 3000 neue Einwohner beherbergen. Trotzdem ist für den neuen Dietiker Stadtteil kein öffentlicher Spielplatz vorgesehen, wie der Stadtrat in der Antwort auf eine Interpellation der SP-Gemeinderätin Catherine Peer schreibt.

Peer hatte darauf hingewiesen, dass in den neuen Quartieren viele zusätzliche Familienwohnungen entstehen. Mit dem Zuzug all der neuen Familien werden deshalb in Dietikon «dringend mehr Spielplätze und Grünanlagen benötigt», schreibt Peer in der Begründung ihrer Interpellation. Sie wollte daher wissen, ob die Investoren im Limmatfeld zum Bau von öffentlichen Spielplätzen verpflichtet werden.

Private Spielplätze im Limmatfeld

Dies ist laut Stadtrat nicht der Fall. Jedoch sind gemäss Gestaltungsplan für die einzelnen Baufelder an geeigneter Lage Spiel- und Erholungsflächen vorgesehen. Für die Baufelder A, D und E sind es mindestens 5 Prozent, für die übrigen Baufelder 10 Prozent der realisierten Bruttowohnfläche. Der Stadtrat weist jedoch darauf hin, dass es sich dabei um private Spielplätze handelt, die den Bewohnerinnen und Bewohnern des Limmatfelds vorbehalten sind.

Dafür sei der Grundeigentümer des Limmatfelds zum Bau der Limmatpromenade und des Rapidplatzes verpflichtet worden, so der Stadtrat. Dank dem Kiesbelag könne man den Rapidplatz für Spiel- und Sportaktivitäten benützen.

Überprüfung in den 1990er-Jahren

Trotz dem starken Bevölkerungswachstum - bis im Jahr 2020 rechnet die Stadt mit 25 000 Einwohnern, in den neuen Stadtteilen im Nordwesten könnten bis in 25 Jahren 6500 neue Einwohner und 8500 neue Arbeitsplätze dazukommen - ist einzig im Niderfeld ein neuer Spielplatz geplant. Eine Erweiterung des Angebots sei zurzeit nicht nötig, schreibt der Stadtrat, da Dietikon bereits eine hohe Dichte öffentlicher Spielplätze aufweise. Und: Die bestehenden Spielplätze seien in den 1990er-Jahren «vertieft überprüft und aufgewertet» worden.

Daneben werden die Spielplätze jedoch durch den Werkhof regelmässig gewartet und auf ihre Sicherheit überprüft, so der Stadtrat. «Jeden Frühling, vor der Spielplatzsaison, führt das dazu speziell ausgebildete Personal eine Grosskontrolle aller öffentlichen Spielplätze durch.» Bei Bedarf werden die Spielplätze renoviert; zuletzt war dies beim Spielplatz Birmensdorf der Fall. Sichtkontrollen erfolgen laut Stadtrat wöchentlich bei der Reinigung.

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