Schlieren

Diese Kinder lernen von und mit der Natur

Die Knirpse des Schlieremer Natur- und Bewegungskindergartens Wurzelzwerg beobachten im Wald Wetterphänomene

An einem sonnigen Morgen sitzen dreizehn Kinder zwischen vier und sechs Jahren im Kreis vor dem Pfadihaus in Schlieren. Angelika Rhiel nimmt einige Bilder in die Hand. «Was gehört alles zum Wetter?», fragt die Kindergärtnerin in die Runde. Einige strecken auf. «Nebel!», «Schnee!», sagen sie. Rhiel spezifiziert: «Ja. Der Nebel und der Schnee. Sehr gut.»

An diesem frühlingshaften Tag sind beide Wetterphänomene nicht zu spüren. Der Wind weht und die Sonne scheint. Aber auch das ist Stoff genug für eine weitere Lektion über das Wetter im Wald. Kaum angekommen, legen sich die Kleinen zu Boden. Während einer ruhigen Minute nehmen sie die Umgebung wahr. «Hier lernen die Kinder von und mit der Natur», sagt Rhiel. «Sie können sich frei bewegen und spielen.» Solche Erfahrungen seien genauso wichtig wie das Folgen des Lehrplans 21.

In einem Notizbuch sollen die Kinder einen Wetterbericht schreiben. «Ich kann aber noch nicht schreiben», sagt ein Knabe. «Auf den Seiten habt ihr aber genug Platz, um die Wetterphänomene zu zeichnen und die Temperatur mit Zahlen zu bestimmen», sagt Rhiel. Bald formen sich Duos, die sich die Wachsmalstifte untereinander teilen – und über das Wetter reden.

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