Dietikon
Der Kunstrasen auf der Dornau kostet die Stadt weniger als erwartet

Der Platz 3 auf der Dietiker Dornau ist längst saniert worden, nun liegt auch die Abrechnung vor: An den neu verlegten Kunstrasenteppich muss die Stadt statt 350'000 nur knapp 300'000 Franken beisteuern. Der Stadtrat stuft das Geld als gut eingesetzt ein – der grösste Dietiker Verein sei wichtig, sagt er.

Oliver Graf
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Der erste Dietiker Kunstrasen kurz nach seiner Verlegung am 1. April 2006: Nach der langen Nutzung musste er nun erneuert werden.

Der erste Dietiker Kunstrasen kurz nach seiner Verlegung am 1. April 2006: Nach der langen Nutzung musste er nun erneuert werden.

Bild: Archiv / Raphael Biermayr

Der Kunstrasenplatz auf der Dietiker Dornau ist erneuert worden. Finanzielle Überraschungen haben sich dabei nicht ergeben. Die Richtofferte hatte die Kosten auf insgesamt 410'000 Franken veranschlagt. Die inzwischen vorliegende Abrechnung ist ganz leicht darunter geblieben – es sind Minderkosten von 167.05 Franken entstanden (minus 0,04 Prozent).

Der Verein, der Verband und die Stadt zahlen

Trotz unveränderter Gesamtkosten muss die Stadt deutlich weniger an den neuen Kunstrasenplatz beisteuern, als sie vor drei Jahren angenommen hatte. Sie war bei Baubeginn davon ausgegangen, dass der FC Dietikon durch Sponsoren, Gönner und Vereinsmitglieder 20'000 Franken sammeln kann und der Zürcher Kantonalverband für Sport aus Swisslos-Geldern 40'000 Franken ausrichtet.

Der FCD konnte sein Ziel nun praktisch punktgenau erreichen, der Verband richtete aber rund 50'000 Franken mehr aus als erwartet. Damit verbleiben bei der Stadt anstelle des vom Gemeinderat im Juni 2018 bewilligten maximalen Beitrages von 350'000 Franken noch Kosten von knapp 300'000 Franken.

Der Platz 3 auf der Dornau war 2005 in einen Kunstrasenplatz umgewandelt worden. Er war seither – anders als der Hauptplatz mit Naturrasen – fast das ganze Jahr über bespielbar. Einzig bei Frost und Schnee blieb er gesperrt.

Der Kunstrasen hat sich bewährt, doch war er am Ende stumpf

Der Platz habe sich im täglichen Einsatz sehr bewährt, hält der Stadtrat in seiner Abrechnung zuhanden des Gemeinderates fest. Die Sanierung des Platzes habe sich aufgedrängt: «Durch die intensive Nutzung und die Witterungseinflüsse war der Kunstrasenbelag jedoch stark abgenützt, stumpf und stellte für die Fussballspielenden eine erhöhte Verletzungsgefahr dar.» Deshalb musste der alte Kunstrasen abgetragen und ein neuer Kunstrasenteppich verlegt werden.

«Mit der Sanierung wurde nicht nur die Werterhaltung des Platzes gesichert, sondern auch ein bedeutender Beitrag zur Jugendförderung mit einer grossen lokalen Integrationswirkung geleistet», begründet der Stadtrat dem städtischen Beitrag in seinem Antrag.

Er verweist darauf, dass der FC Dietikon rund 1000 Mitglieder zählt, wovon rund 350 Juniorinnen und Junioren sind. «Er ist der grösste Verein in Dietikon mit einer starken Verankerung im Limmattal.» Die Stadt habe mit der Bereitstellung des Areals und den in den vergangenen Jahren geleisteten Beiträgen die Bedeutung der Anlage stets betont.

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