Dietikon
Die Premiere der Sportwoche ist ein grosser Erfolg: 50 Schulkinder sind kaum zu bremsen

Unihockey, Kampfsport oder doch lieber Handball und Tennis? Während diesen Herbstferien dürfen Schülerinnen und Schüler nach Herzenslust Sportarten ausprobieren. Noch bis am Freitag lädt die Jugendarbeit der Stadt Dietikon in die Turnhalle Wolfsmatt.

Ruedi Burkart
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Kein Zweifel: In der Sportwoche der Jugendarbeit der Stadt Dietikon ist die Stimmung ausgezeichnet.

Kein Zweifel: In der Sportwoche der Jugendarbeit der Stadt Dietikon ist die Stimmung ausgezeichnet.

Ruedi Burkart

Noch bis am kommenden Freitag findet die erste Sportwoche der Jugendarbeit der Stadt Dietikon statt. Eine Woche lang versuchen sich 50 sportbegeisterte Mädchen und Jungen unter kundiger Aufsicht in den verschiedensten Sportarten. Den Anfang machte am vergangenen Montag ein dreistündiger «Crash-Kurs» in der fernöstlichen Kampfsportart Qwankido, zum Abschluss wird am Freitag unter der Leitung des TC Langacker Tennis gespielt. Die «Limmattaler Zeitung» schaute am Dienstag in der Turnhalle des Schulhauses Wolfsmatt vorbei, als die Boom-Sportart Unihockey praktiziert wurde.

Ist nicht so einfach, wie es aussieht: Die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe üben sich im Unihockey.
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Warten auf den nächsten Einsatz.
Der Chef zeigts vor: Marco Schelling von Unihockey Limmattal erklärt, wie das Tor bei einem gegnerischen Freischlag abgesichert wird.
Ein Gruss an die Eltern und Geschwister daheim.
Auch Nachwuchs-Fussballer können mit dem löchrigen Ball am Stock Slalom laufen.
Zur Ruhe kommen die jungen Sportsleute während dem Mittagessen.

Ist nicht so einfach, wie es aussieht: Die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe üben sich im Unihockey.

Ruedi Burkart

Marco Schelling geht in die Knie, breitet die Arme aus. «Wenn ihr einen Freischlag gegen euch erhaltet, müsst ihr so spielen.» Gestenreich weiht der 28-jährige Dietiker die eine Gruppe der Kinder, die sich an diesem Morgen eingefunden hat, in die Geheimnisse des Unihockeysports ein. «Die Jungs und Mädchen machen alle sehr gut mit. Es ist eine Freude», sagt Schelling während einer kurzen Pause. Mike Auf der Maur, wie Schelling Spieler der 2. Mannschaft von Unihockey Limmattal und an diesem Vormittag ebenfalls als Trainer dabei, nickt zustimmend. In der Halle nebenan ist Damian Pliska mit der zweiten Gruppe beschäftigt. Auch Pliska weiss, wie Unihockey funktioniert, er spielt in der Limmattaler 1.-Liga-Mannschaft.

Und plötzlich wollen alle ein Tor erzielen

Viele der Kinder halten offensichtlich zum ersten Mal einen Unihockeystock in den Händen. Das tut der Freude allerdings keinen Abbruch. Und als die muntere Schar erfährt, dass ein Journalist des «Limmi» Fotos für einen Bericht in der Zeitung macht, ist die Sache sowieso geritzt. Jeder und jede versucht nun, ein Tor zu erzielen.

Dass Schulkinder der Unter- und Mittelstufe diese Woche solche positiven Emotionen erleben dürfen, ist den Verantwortlichen der Jugendarbeit der Stadt Dietikon um Léa Prêtre zu verdanken. «Wir sind sehr zufrieden, wie sich die Woche entwickelt», sagt Prêtre. Mit 50 Kindern hat der Anlass eine ideale Grösse.

«Wir haben hier im Wolfsmatt zwei Turnhallen zur Verfügung. Das ist ideal, so können wir die Gruppe aufteilen.»

Drei Stunden dauert ein Block, pro Tag gibt es zwei davon. Verantwortlich für die Inhalte der einzelnen Lektionen sind die Vereine. «Wir haben mit dem Sportlichen nichts zu tun», so Prêtre, «das ist Sache der Klubs». Diese hätten gerne zugesagt, ihre Sportart mit einem niederschwelligen Angebot vorzustellen. «Für uns ist das beste Werbung», sagt denn auch Limmattal-Unihockeyaner Schelling.

Für die hungrigen Sportlerinnen und Sportler gibts Hörnli und Hamburger

Die Sportwoche der Dietiker Jugendarbeit ist ein sogenanntes Tageslager. Das heisst, dass die Kinder morgens um 8 Uhr einrücken und bis zur Entlassung abends um 18 Uhr unter der Obhut von Léa Prêtre und ihrem motivierten Team stehen. Über Mittag werden die jungen Sportlerinnen und Sportler im reformierten Kirchgemeindehaus mit einer warmen Mahlzeit verpflegt. In der Küche rührt unter anderem Lisbeth Binder in den Töpfen. Sie weiss genau, was nach einer körperlichen Ertüchtigung auf den Tisch kommen muss. Binder gehört seit 32 Jahren zur Küchencrew im Herbstlager des Handball-Clubs Dietikon-Urdorf. Letzte Woche kochte sie noch in Bütschwil für die Limmattaler Handballerinnen und Handballer, jetzt in Dietikon für die sportbegeisterten Schülerinnen und Schüler.

«Mein Nachbar Toni und ich leisten gerne unseren Beitrag an dieses Sportlager. Das machen wir wirklich sehr gerne.»

Sagts, und füllt die Teller für die hungrigen Sportler mit Hörnli und Hamburger sowie Salat.

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