Dietikon
Flüchtlinge aus der Ukraine: Stadt soll über die aktuelle Lage informieren

Wie viele Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine befinden sich zurzeit in Dietikon? Und werden sie mit Sprachkursen gut integriert? Gemeinderätin Manuela Ehmann (EVP) erkundigt sich in einer Kleinen Anfrage beim Stadtrat, wie Dietikon mit den Flüchtlingen umgeht.

Florian Schmitz
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Viele Flüchtlinge wegen dem anhaltenden Krieg: Ukrainische Kinder und Jugendliche erhalten eine warme Mahlzeit im Pfadilager in Kandersteg.

Viele Flüchtlinge wegen dem anhaltenden Krieg: Ukrainische Kinder und Jugendliche erhalten eine warme Mahlzeit im Pfadilager in Kandersteg.

Peter Schneider / Keystone

Wegen des Kriegs flüchten immer mehr Ukrainerinnen und Ukrainer aus ihrem Land und suchen unter anderem in der Schweiz Schutz. «Aktuell ist es wichtig, flexibel und unbürokratisch Hilfe zu leisten», findet die Dietiker Gemeinderätin Manuela Ehmann (EVP). Nun will sie vom Stadtrat mittels einer Kleinen Anfrage in Erfahrung bringen, wie Dietikon ukrainische Flüchtlinge unterstützt.

Ehmann fragt, wie viele in Dietikon bereits aufgenommen wurden und wie hoch die maximalen Kapazitäten sind. Zudem erkundigt sie sich, für wie viele Personen in der Stadt Privatunterbringungen zur Verfügung stehen und ob grössere Unterbringungsmöglichkeiten der öffentlichen Hand vorgesehen sind. Vor gut zwei Wochen hatten sich bei der Sozialhilfe 16 Personen aus der Ukraine gemeldet und weitere 18 sollten kurz später vom Kanton zugewiesen werden. Für die Unterbringung nutzte die Stadt auch freie Plätze in Asylwohnungen und der Asylunterkunft.

Wie viele ukrainische Flüchtlinge sich in Dietikon aufhalten, sei aber schwierig zu beantworten, sagte Sozialvorstand Philipp Müller schon damals zur «Limmattaler Zeitung». «Wir wissen, dass sich weitere Ukrainerinnen und Ukrainer in Dietikon befinden, jedoch weder bei der Einwohnerkontrolle noch bei der Sozialhilfe gemeldet sind». Zudem erwähnte Müller, dass die Sozialabteilung derzeit mit Hochdruck daran arbeite, weitere Unterbringungsplätze zur Verfügung zu stellen. «Aktuell sind unsere Plätze zu 95 Prozent belegt», sagte Müller weiter.

EVP-Gemeinderätin Manuela Ehmann.

EVP-Gemeinderätin Manuela Ehmann.

zvg

Den Ukrainerinnen und Ukrainern stehen mit dem Schutzstatus S sämtliche Integrationsangebote des Kantons offen. Entsprechend fragt Ehmann auch, welche zusätzlichen Angebote die Stadt schafft, um Geflüchteten innert nützlicher Frist Sprachkurse oder weitere Integrationsangebote zu ermöglichen. Auch will sie wissen, wie Kinder von Flüchtlingen in den Dietiker Schulen integriert werden. Die Schule hatte Ende März gegenüber der «Limmattaler Zeitung» erklärt, dass wenige Kinder regulär den Kindergarten besuchen und jene ab der zweiten Primarklasse befinden sich in einer sogenannten Aufnahmeklasse.

Zuletzt fragt Ehmann den Stadtrat allgemein, wo insgesamt die Herausforderungen liegen, die Dietikon in Folge des Krieges bewältigen muss.

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