Dietikon
Einigung: Die Stadt schafft 61 Gratis-Parkplätze im Limmatfeld

Lange sorgte das Parkregime im Limmatfeld für Frust bei Anwohnern und Besuchern. Doch nun dürfte sich der Ärger bald verziehen.

Virginia Kamm
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Solche weissen Parkplätze gibt es im Limmatfeld schon jetzt einige. Am Schluss sollen es 61 werden.
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Die Frage, wem die Parkplätze im Limmatfeld gehören, ist nun geklärt.
Auf den weissen Stadt-Parkplätzen darf man von 7 bis 19 Uhr sechs Stunden lang gratis parkieren und von 19 bis 7 Uhr unbegrenzt.

Solche weissen Parkplätze gibt es im Limmatfeld schon jetzt einige. Am Schluss sollen es 61 werden.

Virginia Kamm

Das Dietiker Limmatfeld hat Grund zur Freude: Von nun an sollen Besucherinnen und Besucher länger als nur zwei Stunden parkieren können. Die Stadt schafft insgesamt 61 weisse Parkplätze, die man gebührenfrei für sechs Stunden benutzen darf. In der Vergangenheit hat das Parkregime im Limmatfeld immer wieder für Frust bei den Anwohnern gesorgt, zuletzt 2019, als Mitglieder des Quartiervereins aus Protest einige gelbe Parkplätze blau ansprayten. Lange war unklar, ob die Parkplätze der Stadt Dietikon oder privaten Eigentümern wie der Halter AG, die das Limmatfeld entwickelt hat, gehören. Im April sagte die Stadt schliesslich, dass die Klärung des Problems vor dem Abschluss stehe.

«Die Verhandlungen konnten beendet werden», sagt Stadtschreiberin Claudia Winkler nun auf Anfrage. «Bis auf ein Baufeld wurden alle öffentlich-rechtlichen Vereinbarungen von beiden Parteien unterzeichnet.» Die Verträge seien im Mai und Juni ratifiziert worden und die Umsetzung der Vereinbarungen sei zurzeit am Laufen. So gehören in Zukunft die den Wohnungen und Geschäften zugehörigen Pflichtparkplätze den jeweiligen Eigentümern. Die Parkplätze, die nicht Pflichtparkplätze sind, gehören der Stadt Dietikon, ebenso die restlichen Flächen wie Trottoirs, Grünflächen und Veloabstellplätze – Innenhöfe ausgenommen.

Eine Vereinbarung ist noch ausstehend

Nur eine Vereinbarungen zwischen der Stadt und einem privaten Grundeigentümer ist noch nicht unter Dach und Fach. Dies wegen intern etwas länger dauernden Abläufen bei der privaten Grundeigentümerschaft, wie Winkler sagt. «Die Parteien sind sich aber auch da handelseinig», versichert sie.

Bisher waren die gelben Parkplätze im Limmatfeld kostenpflichtig und es galt eine Parkzeitbeschränkung von zwei Stunden. Die weissen Parkplätze der Stadt hingegen sind gratis und man darf sie montags bis sonntags von 7 Uhr bis 19 Uhr sechs Stunden lang mit Parkscheibe besetzen. Von 19 bis 7 Uhr dürfen Autofahrerinnen und Autofahrer unbegrenzt parkieren. In der Limmatfeld-, der Alfred-Comte-, der Mina-Hess- und der Karl-Heid-Strasse sind bereits jetzt viele solche weissen Parkplätze zu finden. Am Schluss sollen es insgesamt 61 sein.

Wie die Bedingungen für die Parkplätze der privaten Grundeigentümer aussehen werden, ist noch offen. Winkler sagt:

«Der Stadtrat wird sich noch in diesem Jahr damit beschäftigen, wie die privaten Grundeigentümer ihre Parkplätze bewirtschaften müssen oder dürfen.»

In diesem Zusammenhang werde er abklären, in welchem Umfang gebührenfreie Besucherparkplätze möglich seien.

Ob das Quartier mit dieser Lösung zufrieden sein wird, muss sich noch zeigen. «Wir hoffen einfach, dass die Bewohner und Geschäfte ihren Besuchern endlich Möglichkeiten zum ausreichend langen Parkieren anbieten können, ohne dass diesen eine unfaire Busse droht», sagt Peter Metzinger, Präsident des Quartiervereins Limmatfeld. Damit spielt er auf die Kritik des Vereins an, dass die Parkplätze viermal täglich kontrolliert und Besucher zu oft wegen geringfügiger Überschreitung der Parkzeit mit 50 Franken gebüsst würden.

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