Dietikon

Eine Dreierspitze lenkt neu die Geschicke der Schule

Die neue Geschäftsleitung (von links): Franziska Kurer (Leiterin Pädagogische Dienste), Yvonne Fehr (Leiterin Schulverwaltung) und Carmen Wolff (Leiterin Bildung).

Steigende Schülerzahlen, begrenzter Schulraum und mehr Austausch: Die Schule Dietikon hat sich reorganisiert und ihre Führung aufgestockt, um auch für künftige Herausforderungen gerüstet zu sein.

Knapp 3000 Dietiker Kinder sind vor rund einem Monat in das neue Schuljahr gestartet. Innerhalb der nächsten 15 Jahre steigt die Anzahl Schülerinnen und Schüler gemäss einer von der Stadt in Auftrag gegebenen Analyse voraussichtlich um 46 Prozent. Um dieser Zunahme und den wachsenden organisatorischen Anforderungen gerecht zu werden, hat sich die Schule Dietikon per 1. September reorganisiert. Die fünftgrösste Schule im Kanton Zürich wird neu in drei Geschäftsbereiche unterteilt und erhält eine dreiköpfige Geschäftsleitung.

Die bisherige Geschäftsführerin der Schulabteilung, Carmen Wolff, hat den Bereich Bildung übernommen und fungiert als Vorsitzende des Dreiergremiums. Yvonne Fehr leitet den Bereich Schulverwaltung; sie war zuvor bereits für die Dienstabteilung Schulverwaltung verantwortlich. Und Franziska Kurer, die bisher interimistisch für die Fachstelle Sonderpädagogik verantwortlich zeichnete, wird am 1. Oktober den Bereich Pädagogische Dienste übernommen.
Wichtig seien gute Strukturen und klar definierte Verantwortlichkeiten, sagte Schulvorstand Reto Siegrist (CVP) gestern an einer Medienorientierung. Keine einfache Aufgabe: Bei der detaillierten Ausarbeitung dauerte es lange, bis eine Einigung gefunden wurde, obwohl sich Stadtrat und Schulpflege schon seit Jahren einig sind, dass eine Umstrukturierung nötig ist.

Alle drei Stellen wurden intern besetzt

«Mit der neuen Geschäftsleitung können wir die Herausforderungen, die an die Schule gestellt werden, adäquat angehen», sagte Siegrist. Dazu gehört es etwa, den nötigen Schulraum bereitzustellen, die Umsetzung des Lehrplans 21 zu sichern und die Integration der Tagesschule voranzutreiben. Es sei schön, dass alle drei Posten intern besetzt werden konnten, so Siegrist weiter. Wolff freut sich über die neue Rollenverteilung: «Als Geschäftsführerin bin ich mir manchmal einsam vorgekommen.» Weil sich die Lenkung und Verantwortung der ganzen Schule im alten Modell auf eine Person konzentrierte, war es «ein fast unmöglicher Job», so Wolff. «Ich kann mich jetzt stärker auf meine Kernaufgaben konzentrieren.»

Die Neuorganisation der Schule soll auch eine engere Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Schuleinheiten ermöglichen, weil nun Zeit und Ressourcen auch für den Austausch zur Verfügung stehen. Es gilt zu klären: «Wo wollen wir alle an einem Strick ziehen und wo sollen die Einheiten ihre Eigenheiten behalten», so Siegrist. Die fünf Dietiker Schulhäuser sollen voneinander lernen können, damit sich die Schule als Ganzes weiterentwickle. Vor der Umstrukturierung sei vieles liegen geblieben, das nun angegangen werden könne, sagte der Schulvorstand. Als Beispiel nannte Yvonne Fehr, dass in der Schulverwaltung nun alle Abläufe und Prozesse überprüft werden können, damit sie sie mit der Schulverwaltung als Kompetenzzentrum möglichst effizient funktioniere. Insgesamt freue sie sich, dass der Schulverwaltung jetzt mehr Gewicht zukomme.

Die neue Geschäftsleitung wird sich voll aufs operative Tagesgeschäft fokussieren. Die 17-köpfige Schulpflege soll sich dagegen um das Strategische kümmern und ihre Rolle als Aufsichtsorgan wahrnehmen. Genau deshalb wird sich auch die Schulpflege neu organisieren. Diese Umstellung in der laufenden Legislatur ermöglicht auszutesten, mit wie vielen Schulpflegern die Legislatur 2022–2026 begonnen werden soll. Schon jetzt ist laut Siegrist klar: «Die Anzahl Schulpflegemitglieder wird markant reduziert.»

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