Energie

Eine halbe Million Franken für die Energiezukunft – Dietiker Stadtrat will mehr Solaranlagen

Unter anderem wird der Einbau von Sonnenkollektoren, Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und der Anschluss an einen Wärmeverbund unterstützt.

Unter anderem wird der Einbau von Sonnenkollektoren, Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und der Anschluss an einen Wärmeverbund unterstützt.

Mit dem Geld will der Dietiker Stadtrat Private unterstützen. Es ist bereits der dritte solche Energie-Rahmenkredit.

Der Stadtrat von Dietikon will wieder mehr Hauseigentümer dazu bringen, auf energieeffiziente Techniken zu setzen: Er beantragt beim Parlament einen dritten Energie-Rahmenkredit und will neu einfacher zu kommunizierende Pauschalen einführen.

Mit einer halben Million Franken will der Stadtrat «energieeffiziente Massnahmen und erneuerbare Energien» fördern. Mit seinem Förderprogramm zielt er insbesondere auf eine CO2-Reduktion ab. «Es wird eine Breitenwirkung angestrebt», hält der Stadtrat in ­seinem Antrag fest. «Mehr ­fossile Heizungen sollen ersetzt, Solaranlagen installiert und Energieberatungsangebote genutzt werden.»

Der Stadt- und der Gemeinderat hatten bereits in den Jahren 1992 und 2009 Energie-Rahmenkredite in der Höhe von 800'000 und 500'000 Franken gesprochen. Mit dem ersten Programm waren 150 Anlagen – unter anderem Wärmepumpen, Sonnenkollektoranlagen und Photovoltaikprojekte – mitfinanziert worden. Mit dem zweiten waren es 132.

Geld soll diesmal für vier bis fünf Jahre reichen

Diese Förderung hat sich gemäss Stadtrat gelohnt: So dürften durch die Nutzung von Umweltwärme, Solarwärme und Energieeffizienzmassnahmen im Laufe der zweiten Tranche in den Jahren von 2011 bis 2019 jährlich durchschnittlich knapp 170 Megawattstunden Energie zur Wärmeproduktion eingespart worden sein, wie eine interne Schätzung ergab.

Nun will der Stadtrat die Förderung wieder forcieren. Reichte die letzte halbe Million für fast zehn Jahre, soll der Rahmenkredit diesmal in den kommenden vier bis fünf Jahren beansprucht werden, hält der Stadtrat fest. Denn er strebt, nachdem die Nachfrage nach den finanziellen Beiträgen rückläufig war, nun wieder eine Verdoppelung der unterstützten Projekte an.

Um dies zu erreichen, setzt er unter anderem auf eine ­Vereinfachung der Berechnungsmethode. Anfänglich wurden die Beiträge im Jahr 1992 noch nach einem fiktiven, vom Stadtrat festgelegten ­Energiepreis berechnet. 2007 wurden Förderbeiträge auf ­Basis der Energiebezugsfläche der Gebäude oder der Fläche von Solaranlagen berechnet. Jetzt werden für den Ersatz ­fossiler Heizungen und die ­Installation von Solaranlagen neu Pauschalen für unterschiedliche Gebäudekategorien festgelegt.

Diese Pauschalen liessen sich interessierten Bauherren einfacher erklären und ver­mitteln. Zudem könnten diese so eher abschätzen, wie hoch die Fördergelder für ihre ge- plante Anlage am Ende aus- fallen werde. Schliesslich ver- ringere sich auch der verwaltungsinterne Aufwand, begründet der Stadtrat die Umstellung weiter. Die Höhen der Pau- schalen sollen – wie auch die Fördermöglichkeiten im De- tail – später öffentlich publi- ziert und aktiv kommuniziert werden.

Kommt es zu einem Innovationswettbewerb?

Im Vergleich zum ersten und zweiten Rahmenkredit wird mit dem dritten Förderprogramm nun auch der Anschluss an einen Wärmeverbund finanziell unterstützt, sofern dabei eine fossile Heizung ersetzt wird. Neu will der Stadtrat auf Antrag hin aus dem Rahmenkredit auch innovative Projekte und Pilotanlagen – beispielsweise im Bereich der Energiespeicherung – mitfinanzieren können. Zudem kann er sich vorstellen, periodisch einen Innovationswettbewerb auszuschreiben.

Über den dritten Rahmenkredit sowie das angepasste ­Reglement für die Unterstützung energieeffizienter Massnahmen und erneuerbaren Energien wird der Gemeinderat an einer seiner nächsten Sitzung befinden. Dabei wird er auch die Abrechnung über den ­zweiten Rahmenkredit abnehmen können, die der Stadtrat in diesen Tagen ebenfalls vor­gelegt hat. Gemäss dieser wurden insgesamt knapp 501'000 Franken ausbezahlt. 

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