Überbauung Huebegg

Eröffnung am 27. August: So sieht der neue Coop in Geroldswil aus

1100 Quadratmeter gross ist die neue Coop-Filiale in der Geroldswiler Huebegg. Self-Checkout-Kassen, eine echte Backsteinwand und über 450 verschiedene Weine erwarten die Kundschaft.

«Der Eingang ist das Highlight», sagt Amar Huseini und blickt auf die Backsteinwand auf der rechten Seite des Raumes. Dann wandern seine Augen zur Frischeabteilung in der anderen Ecke. Der 27-Jährige steht an seinem neuen Arbeitsort: der Coop-Filiale in der Überbauung Huebegg im Geroldswiler Zentrum. Am 27. August eröffnet die Detailhändlerin den Laden. Bis dahin haben Geschäftsführer Huseini und sein Team noch einiges zu tun.

«Gestern haben wir je ein Exemplar aller unserer Produkte erhalten. Sie dienen uns als Muster beim Auffüllen der Regale», sagt Huseini. Layouten nenne man diesen Vorgang. «Bis heute muss alles fertig sein. Denn morgen wird die ganze Ware geliefert», sagt Huseini. Der Dietiker arbeitete zuvor als stellvertretender Geschäftsführer im Coop Center Eleven in Zürich Oerlikon. «Mein Arbeitsweg ist nun bedeutend kürzer», sagt er und lacht. Seit zwölf Jahren ist Huseini bereits für das Unternehmen tätig. «Im Coop Silbern in Dietikon machte ich meine Ausbildung zum Detailhandelsfachmann.»

«Was mich freut, ist, dass ich mit meinem Team den Laden von Anfang an aufbauen kann.»

Amar Huseini, Geschäftsführer des neuen Geroldswiler Coops

«Was mich freut, ist, dass ich mit meinem Team den Laden von Anfang an aufbauen kann.»

Bis zum 27. August werden Huseini und seine Mitarbeitenden den Laden mit insgesamt 14000 verschiedenen Artikeln ausgestattet haben. Das sind 6000 mehr als im derzeit noch geöffneten alten Standort am Dorfplatz. Doch nicht nur das Sortiment wird grösser, sondern auch die Verkaufsfläche. Die neue Filiale misst 1100 Quadratmeter. Zum Vergleich: Das alte Geschäft verfügt über 448 Quadratmeter. «Durch unser breiteres und tieferes Sortiment wird das Einkaufen hier im Dorf attraktiver. Die Bevölkerung muss dazu nicht mehr in die Nachbargemeinden gehen» sagt Peter Schmid, Leiter der Verkaufsregion Nordwestschweiz-Zentralschweiz-Zürich. Ein Vorteil, wie er findet. «In der Nähe einkaufen zu können, ist in Zeiten der neuen Normalität gefragter denn je.» Auch Schmid ist an diesem Morgen in der «Huebegg» zugegen. Mit Huseini bespricht er die Einrichtung des Ladens.

Weininger Wein wird in den Regalen stehen

Platz hat es im Coop auch für Regionales. «Wir werden Alkohol aus der näheren Umgebung anbieten, so zum Beispiel Weininger Wein», sagt Schmid und zeigt auf die schwarze Gestell-Wand. Hier werden künftig über 450 verschiedene Weine angepriesen. Coop will aber nicht nur mit dem Angebot, sondern auch mit der Ausstattung punkten. «Unser neues Ladenbaukonzept setzt auf viel Holz. Das Geschäft wirkt dadurch heimeliger», sagt Schmid. Besonders gefällt ihm die Wand aus echten Backsteinen in der Backwarenabteilung beim Eingang. Der Ausgang liegt separat gegenüber. Dort befinden sich zwei normale und vier automatische Self-Checkout-Kassen. Huseini blickt der Eröffnung positiv entgegen. Es sei nicht seine erste, deshalb sei er nicht aufgeregt. «Was mich freut ist, dass ich mit meinem Team den Laden von Anfang an aufbauen kann.» Sein Team besteht aus sieben Mitarbeitenden der alten Verkaufsstelle und zehn neuen Personen.

«Durch unser breiteres und tieferes Sortiment wird das Einkaufen hier im Dorf attraktiver. Die Bevölkerung muss dazu nicht mehr in die Nachbargemeinden gehen.»

Peter Schmid, Leiter Verkaufsregion Nordwestschweiz-Zentralschweiz-Zürich

«Durch unser breiteres und tieferes Sortiment wird das Einkaufen hier im Dorf attraktiver. Die Bevölkerung muss dazu nicht mehr in die Nachbargemeinden gehen.»

Coop investierte insgesamt 3,5 Millionen Franken in den Innenausbau. «2013 beantragten wir den Kredit bei der Geschäftsleitung. Ich bin stolz, dass wir nach sieben Jahren das Projekt abschliessen können», sagt Schmid. Doch nicht alles sei ideal gelaufen. «Der Grund für die Eröffnung in zwei Wochen beruht auf einem Problem.» Die Detailhändlerin wollte die neue Filiale erst am 1. Oktober aufmachen, wenn die ganze Überbauung fertig gestellt ist. «Doch weil wir der Baugenossenschaft Hochwacht, der Vermieterin am alten Standort, das Ladenlokal schon Anfang September abgeben müssen, wäre es zu einem Unterbruch gekommen», erklärt Schmid. Stammkundinnen und -kunden hätten einen Monat auf den Coop verzichten müssen. «Das wollten wir auf keinen Fall und haben nun diese Lösung zusammen mit der Gemeinde Geroldswil gefunden», sagt Schmid. Diese erfordert jedoch Kompromisse. So ist die Tiefgarage bis am 27. August noch nicht benutzbar. «Die Kunden müssen auf die Zentrumsgarage ausweichen und mit dem Einkaufswägeli zu uns rüber laufen», sagt Schmid. Er sei vom Verhalten der Baugenossenschaft enttäuscht. Sie trübe die Vorfreude auf die Eröffnung etwas.

«Sie kennt uns seit wir 1986 in die Räume am Dorfplatz eingezogen sind. Wir haben die Miete immer pünktlich bezahlt. Etwas Verständnis vor allem in der Coronazeit hätte ich schon erwartet», so Schmid. Doch man müsse sich nun arrangieren und trotz Baustellenbetrieb bereits aufmachen. Aufgrund dessen finden auch noch keine Eröffnungsfeier und spezielle Aktivitäten statt. Vom 27. bis 29. August gebe es aber auf das ganze Sortiment zehnfache Superpunkte, sagt Schmid. Den neuen Standort offiziell einweihen, will Coop zusammen mit der Apotheke Pill und der Gemeinde am 1. Oktober.

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