Schlieren/Gotthard
Festungsmuseum öffnet die Tore: Die Bildmaschine von Tullio Zanovello ist bald wieder zugänglich

Die ehemals streng geheime Festung auf dem Gotthardpass, die zu einem einzigartigen Museum umgebaut wurde, wird am 4. Juli ihre Tore wieder öffnen. Dies teilte die Fondazione Sasso San Gottardo gestern mit.

David Egger
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Die Bildmaschine von Tullio Zanovello
8 Bilder
Blick ins Atelier.
Ein Lastwagen hat die 1.5 t zum Gotthard gefahren.
Ansicht der teilweise schon demontierten Bildmaschine.
Im Bild: Chöpfli Tullio Zanovello.
Die Bildmaschine hat viele mechanische Teile und lässt sich auch aufklappen.
Skizzen und Versuche wurden erst in kleinerem Format getestet.
Abbau und verladen eines Elements der Bildmaschine.

Die Bildmaschine von Tullio Zanovello

Claudio Thoma

Die Betreiber des Festungsmuseums hätten Abklärungen getroffen, Szenarien berechnet und ein Schutzkonzept erstellt und nun sei man bereit, die Tore zu öffnen, heisst es in der Mit­teilung. Im Verlauf der neuen Saison erwarte man die 150'000. Besucherin oder den 150'000. Besucher in der Festung. Sämtliche Tickets werden allerdings nur auf Voranmeldung verkauft.

In der Festung befindet sich auch ein gewichtiges Stück Limmattal: nämlich die 1,5 Tonnen schwere, 7 Meter breite und 4,5 Meter hohe Bildmaschine «Gotthard – das Réduit» des Künstlers Tullio Zanovello. Der Stadtzürcher hatte das Werk in seinem Atelier in Schlieren gebaut. Im Sommer 2018 fand die Vernissage auf dem Gotthard statt und im Sommer 2019 segnete ein Kapuzinerpater die Bildmaschine. Sie ist Teil der Erlebniswelt der Festung.