Urdorf

Knall in der Kirchenpflege: Weshalb Präsident Robert Eigenmann sein Amt nach 14 Jahren abgibt

Im Bild: Die Katholische Kirche Urdorf. (Symboldbild)

Im Bild: Die Katholische Kirche Urdorf. (Symboldbild)

Externe Berater konnten die katholische Kirchenpflege Urdorf nicht wieder vereinen. Nun tritt Präsident Robert Eigenmann zurück – er ist seit 14 Jahren in der Kirchenpflege.

Schon 14 Jahre lang wirkt Robert Eigenmann in der Kirchenpflege der katholischen Kirchgemeinde Urdorf – die letzten zwei als Präsident. Jetzt endet sein Engagement. «Auf Ende Juni hat er nun seinen Rücktritt eingereicht», schreibt die Kirchenpflege in einer Pressemitteilung.

Sie versucht, auch die Hintergründe des bevorstehenden Abgangs zu erklären: «Robert Eigenmann begründet den frühzeitigen Rücktritt mit unterschiedlichen Vorstellungen bei der Abgrenzung zwischen pastoralen und staatskirchenrechtlichen Aufgaben und den daraus resultierenden Differenzen über das Zusammenspiel in der Kirchenpflege», heisst es in der Pressemitteilung weiter.

Auch Hilfe von aussen half nichts: «In zahlreichen Gesprächen und unter Zuhilfenahme von externen Beratungspersonen wurden die Spannungen und verschiedenen Auffassungen von Kirche und Führung formuliert, leider gingen die Ansichten zu weit auseinander.» Eine vertrauensvolle Basis für die weitere Zusammenarbeit habe nicht gefunden werden können, teilt die Kirchenpflege weiter mit. «Als Konsequenz dieses Prozesses und um seine Gesundheit nicht weiter zu strapazieren, reichte Kirchenpflegepräsident Robert Eigenmann bei der Aufsichtskommission des Synodalrats seinen Rücktritt auf Ende Juni ein.»

Die Neuwahl findet im November statt

In ihrer Mitteilung dankt die Kirchenpflege Robert Eigenmann für seinen langjährigen Einsatz in der Kirchgemeinde und für die Kirche. Vorderhand übernimmt nun Vizepräsident Christian Tomasi das Präsidium der Kirchenpflege – und zwar bis im November. Dann findet die nächste Kirchgemeindeversammlung statt. «Der vakante Sitz in der Kirchenpflege wird zur Wiederbesetzung ausgeschrieben und die Neuwahl an der Kirchgemeindeversammlung im November traktandiert», informiert die Kirchenpflege in ihrer Mitteilung.

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