Kloster Fahr
«Liebe Schwestern, das Buch geht nun hinaus in die Öffentlichkeit»: Ein aussergewöhnliches Geschenk zum Jubiläum

Das Buch «Im Fahr» offenbart Persönliches des Kloster-Fahr-Schwestern.

Ly Vuong
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Buchvernissage zum 888-Jahr-Jubiläum des Klosters Fahr
29 Bilder
Zum 888-Jahr-Jubilaeum des Kloster und zur Vernissage vom Buch und der Plakatausstellung sind über 400 Freunde des Klosters gekommen darunter auch Angehörige der Schwestern.
Schwester Bernadette Meier (links) und Priorin Irene vor dem Plakat, das sie an der Klosterfasnacht zeigt.
Die Macher des Buches «Im Fahr» (v.l.n.r.): Fotograf Christoph Hammer, Verlegerin Denise Schmid und Autorin Susann Bosshard-Kälin.
Auch die Politiker aus der Region waren an der Vernissage anwesend (v.l.n.r.): Gemeindepräsident Unterengstringen Simon Wirth und Frau Regula, FDP-Ortsparteipräsidentin, Unterengstringer Gemeinderat Yiea-Wey Te sowie Oberengstringer Gemeindepräsident André Bender.
Trotz Nieselregen sind über 400 Gäste gekommen, um mit dem Kloster zu feiern.
Charles Egli, Christian Murer und André Bender (v.l.n.r.)
Schwester Gabriela Balmer vor ihrem eigenen Porträt - diese neue Bank ist ein Lieblingsort von ihr. Im Hintergrund sieht man die Tür zur Küche, wo sie arbeitet.
Sie waren für Gemüserisotto und Fischknusperli am Fest zuständig.
Priorin Irene führt durch die klösterlichen Räume.
Priorin Irene überreicht dem Hauptsponsor der Plakatausstellung Castor Huser (rechts) und dem Koordinator der Ausstellung den Gemeindeschreiber von Würenlos Daniel Huggler das Band, um den Vorhang zur Ausstellung zu öffnen.
Der Präsident des Vereins Pro Kloster Fahr hält auch eine Rede. Der Verein feiert sein 10-Jahr-Jubiläum und hat in dieser Zeit 600 Mitglieder gewonnen.
Priorin Irene bedankt sich beim Verein sowie bei den Machern des Buchs und der Plakatausstellung. Sie hatte die Lacher auf ihrer Seite, als sie sagte: "Als ich durch die Plakatausstellung ging, dachte ich mir, oh so geht es also zu und her bei uns."
888 Jahr Jubliäum Buch Plakat Vernissage «Im Fahr» Kloster Fahr Neben Wissenswertes über den Klosterwein gab der Kellermeister Roland Steinmann auch Auskunft über Obst - Äpfel haben dank der Kälte die schöne rote Farbe - ein Vorteil von Alpenländer
Robert Nitschké, Präsident vom Verein Pro Kloster Fahr, bei seiner Rede.
Roland Steinmann, der Kellermeister des Klosterweins gibt Einblicke in sein Handwerk.
Der Fischerverein Kloster Fahr feierte ebenfalls mit (v.l.n.r.): Marco Canal, Thomas Hofstetter und Pius Biffiger.
Der Fotograf Christoph Hammer bedankt sich für die Herzlichkeit und Offenheit mit der die Schwestern ihn begegneten und vor allem für die Authentizität.
Beim Klosterweinstand - im Bild Unterengstringer Gemeinderat Urs Muntwyler (roter Pullover) und Vereinspräsident Pro Kloster Fahr Robert Nitschke (vierter von links).
Bilder aus dem Klosteralltag: Die Plakatausstellung im Klosterhof.
Auch die Denkmalpflege des Kantons Aargau feierte mit.
Autorin Susann Bosshard-Kälin mit Tochter Catherina, die wie ihre Mutter auch die Bäuerinnenschule besuchte.
70 Fotos sind in der Plakatausstellung zu sehen: Porträts der Schwestern aber auch Bilder vom Alltag des Klosters sind ausgestellt.
Die Besucher unterhalten sich angeregt mit den Schwestern des Klosters Fahr.
Auch Angehörige der Schwestern wohnten der Buchvernissage bei.
Die Plakate geben der Öffentlichkeit einen besonderen Einblick in den Alltag der Benediktinerschwestern.
 Der Stand der Gemeinde Würenlos von links Gemeindeschreiber Daniel Huggler Sarah Dosch und Ramona De Martin.

Buchvernissage zum 888-Jahr-Jubiläum des Klosters Fahr

Ly Vuong

Das Kloster Fahr feiert sein 888-Jahr-Jubiläum. Eine besondere Zahl mit doppelter Freude. Denn die Schwestern haben sich für diesen Geburtstag ein aussergewöhnliches Geschenk ausgedacht. Zudem feiert der Verein Pro Kloster Fahr sein zehn jähriges Bestehen. Die Vereinsmitglieder sind Freunde des Klosters. Sie helfen den 20 Schwestern dort, wo Hilfe nötig ist. «Innerhalb von zehn Jahren haben wir 600 Mitglieder gewonnen», sagte der Vereinspräsident Robert Nitschké am Samstag anlässlich der Vernissage zum Buch «Im Fahr» und der dazugehörigen Open-Air-Plakatausstellung im Klosterhof. Beides sind Geschenke der Schwestern an sich selber und für die interessierte Öffentlichkeit. Gekommen sind trotz Nieselregen über 400 Besucher.

Die Initiative fürs Projekt kam von der Autorin Susann Bosshard-Kälin, einer ehemaligen Schülerin der Bäuerinnenschule des Klosters. Ein Jahr lang begleitete Fotograf Christoph Hammer und Bosshard-Kälin die Schwestern. Entstanden ist das Buch «Im Fahr», das Berufungswege und berührende Lebensgeschichten, aber auch einfühlsame Porträtfotos und Bilder aus dem Klosteralltag zeigt. «Dieses Buch hat etwas Pionierhaftes», sagte Denise Schmid vom Hier und Jetzt Verlag. Die Verlegerin steuerte die historischen Hintergründe bei. Noch vor nicht allzu langer Zeit hätten sich die Schwestern gegenseitig gesiezt. Erst mit dem Amtsantritt 2003 von Priorin Irene wurde das Du eingeführt.

Fotograf Hammer bedankte sich für die authentische Herzlichkeit und Offenheit der Schwestern. Im Wissen um die persönlichen Geschichten, welche die Autorin aufzeichnen durfte, warnte sie die Schwestern noch: «Liebe Schwestern, das Buch geht nun hinaus in die Öffentlichkeit. Es gibt jetzt ‹No Way of return›.» Die Schwestern in den vorderen Reihen des Publikums kicherten.

70 Plakate im Klosterhof

Feierlich wurde schliesslich der Vorhang aufgemacht für die Open-Air-Plakataustellung. Die Ehre hatte der Würenloser Gemeindeschreiber Daniel Huggler und der Architekt und Hauptsponsor der Plakate Castor Huser, dessen Architekturbüro die Renovation des Klosters machte.

70 Bilder aus dem Buch «Im Fahr» sind im Klosterhof ausgestellt. «Sehr schön und lebendig», lobte die Weininger Besucherin Ursula Engelfried. Freund des Klosters, Ajoy Bhattacharya zeigte sein Lieblingsplakat. Darauf ist die Priorin mit Schwester Bernadette verkleidet bei der Klosterfasnacht zu sehen. «Es ist beeindruckend. Man sieht Freude trotz streng strukturiertem Alltag», sagte der Unterengstringer Gemeinderat Yiea-Wey Te. Sein Gemeinderatskollege Urs Muntwyler sah es ähnlich: «Die Bilder zeigen Menschen mit Humor in einer bestimmten Lebensform». Der Oberengstringer Gemeindepräsident André Bender fand: «Das Kloster hat etwas, das einen nicht mehr loslässt.»

Die Zukunft des Klosters ist ungewiss. Der letzte Eintritt geht ins Jahr 1989 zurück. Die Priorin zeigte sich zuversichtlich, dass es weitergehen wird. Die Unterengstringerin Brigitte Hunkeler sagte: «Es darf nicht verloren gehen, wenn nicht von Klosterfrauen, dann vielleicht bewohnt von Katholikinnen oder von noch nicht existenten katholischen Priesterinnen».
Neben der Vernissage gab es Lesungen und Führungen durchs Kloster. Die Denkmalpflege Kanton Aargau, der Fischerverein Kloster Fahr und die Gemeinde Würenlos bedankten sich für die Verbundenheit mit einem eigenen Informationsstand. Auch der Kiwanis Club Limmattal-Zürich war präsent. Denn seit 38 Jahren ist das Klosterrestaurant ihr Clublokal. Einblicke in sein Handwerk gab der Kellermeister der Klosterweine Roland Steinmann.

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