Unihockey-Playoffs

Limmattal verliert 7:2 im Rheintal – nun steigt am Sonntag in Urdorf das Entscheidungsspiel

Die Limmattaler – hier setzen sie in der 59. Minute zu einem Freistoss an – spielten am Ende des letzten Drittels gut mit den Rheintalern mit. Valentin Ladner (Nummer 47, rechts) wurde nach dem Spiel als bester Limmattaler ausgezeichnet.

Die Limmattaler – hier setzen sie in der 59. Minute zu einem Freistoss an – spielten am Ende des letzten Drittels gut mit den Rheintalern mit. Valentin Ladner (Nummer 47, rechts) wurde nach dem Spiel als bester Limmattaler ausgezeichnet.

Unihockey Limmattal verliert auswärts gegen die Rheintal Gators. Im Playoff-Viertelfinal steht es jetzt 1:1. Darum geht es am Sonntag um 16 Uhr in der Urdorfer Zentrumshalle um alles oder nichts.

Es war der Lichtblick am Ende der Limmattaler Kanterniederlage: Louis Pfau versenkte den Ball im Tor zum 7:2-Endstand. So verbuchten die Limmattaler immerhin das letzte Tor dieses Spiels. «Das ist sicher positiv. Und das Positive müssen wir mitnehmen», sagte Limmattal-Trainer Behar Spahija nach dem Spiel am Samstagabend gegenüber der Limmattaler Zeitung.

Die Niederlage ist schnell analysiert: «Wir hatten auch viel Pech, gerade im Abschluss. Und der Rheintaler Goalie machte einige Super-Saves», fasste sich Spahija kurz. Der Rheintaler Goalie Andreas Flury wurde nach dem Match als bester Spieler der Rheintaler ausgezeichnet. Schon während des Spiels war unter den Rheintaler Fans immer wieder zu hören: «Flury ist heute einfach der beste.» Er wehrte nicht nur zahlreiche Limmattaler Schüsse ab, sondern beherrschte auch den Torraum von A bis Z.

Trotzdem: Zweimal musste er hinter sich greifen. Und letzte Woche, beim Playoff-Startspiel in Urdorf, wurde er sogar fünfmal bezwungen, als die Limmattaler mit 5:4 nach Verlängerung gewannen. Unbezwingbar ist also auch dieser Flury nicht. Das wird sich hoffentlich am Sonntag zeigen, wenn Unihockey Limmattal die Rheintal Gators um 16 Uhr in der Urdorfer Zentrumshalle empfängt – dieses Spiel wird über den Einzug in den Playoff-Halbfinal entscheiden. Die Limmattaler sind motivert. «Morgen sind wir wieder daheim», sagte der Limmattal-Trainer Spahija nach der 7:2-Niederlage nämlich. Es ist eine Kampfansage.

Zurück zur Kanterniederlage in Diepoldsau an der österreichischen Grenze, 130 Kilometer fernab der Heimat: Der Start verlief für die Limmattaler eigentlich ziemlich gut. Sie gewannen das Anspielbully, hielten den Ball lange in ihrem Besitz und schnürten das Spiel der Rheintaler schnell zu, als diese dann auch ins Spiel fanden. Doch nach 5 Minuten und 26 Sekunden passierte es: Der Rheintaler Philipp Heule passte auf Pascal Frei, der links fast auf der Mittellinie – und damit direkt vor den Augen von Behar Spahija – stand und abzog. Es war ein schöner Schuss mit einer perfekten Flugbahn. Der Ball landete im oberen rechten Toreck. Die Limmattaler waren ein erstes Mal bezwungen. Danach war das erste Drittel ziemlich ausgeglichen.

Nach der ersten Drittelspause – der Bratwurstverkauf vor der Kirchenfeld-Halle lief auf Hochtouren – ging es dann schnell. Arbnor Papaj, der tschechische Ex-Nationalspieler Martin Ostřanský und der finnische Ex-Nationalspieler Asser Jääskeläinen sorgten für das 2:0 in der 32. Minute, das 3:0 in der 36. Minute und das 4:0 in der 40. Minute. Diese drei Rheintaler hatten schon im ersten Playoffspiel in Urdorf letzten Samstag getroffen.

Im dritten Drittel konnte Unihockey Limmattal dann sein erstes Powerplay aufziehen, weil ein Rheintaler  in der 43. Minute eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Stockschlags kassierte. Die Limmattaler brauchten gerade mal eine Minute und 19 Sekunden, um das Powerplay mit einem Tor abzuschliessen. So beendete Alexander Hess in der 44. Minute die Limmattaler Torflaute.

Wer aber dachte, dieses Tor markierte den Start einer grossen Limmattaler Aufholjagd, wurde schnell eines Besseren belehrt. Schon in der 45. Minute zappelte der Ball nach einer Schussabgabe des Rheintalers Arbnor Papaj wieder im Netz. Nun stand es schon 5:1 und die Rheintaler waren endgültig in Ekstase.

Spahija legte ein Timeout ein. Die Limmattaler waren bereit, nochmals Vollgas zu geben. Doch der Zug war abgefahren. Der tschechische Tor-Garant Ostřanský sorgte in der 48. Minute für das 6:1 aus Rheintaler Sicht. Und in der 49. Minute verwertete Marc Stieger zum 7:1. Danach war das Rheintaler Torfestival fertig. Die Limmattaler fanden wieder ins Spiel und wurden nach 59 Minuten und 52 Sekunden mit dem Tor von Louis Pfau belohnt. An dieses Tor werden die Limmattaler am Sonntag anzuknüpfen versuchen. Als bester Spieler auf Seiten der Limmattaler wurde Valentin Ladner ausgezeichnet. 

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