Mein Ding: Wohltätigkeit
«Im Rotary Club habe ich ein Gefühl der Geborgenheit»: Heinz Beiner schätzt das gemeinsame Engagement

Der Dietiker ist Mitglied im Rotary Club Zürich-Limmattal und engagiert sich mit dem Verein ROKJ Limmattal dafür, Kindern und Jugendlichen in der Region sportliche und musikalische Aktivitäten zu ermöglichen.

Carmen Frei
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Heinz Beiner aus Dietikon engagiert sich beim Rotary Club Zürich-Limmattal und beim ROKJ Limmattal.

Heinz Beiner aus Dietikon engagiert sich beim Rotary Club Zürich-Limmattal und beim ROKJ Limmattal.

Severin Bigler

Heinz Beiner ist seit 2004 Mitglied im Rotary Club Zürich-Limmattal. «Ich hatte zuvor schon viel von Rotary gehört, aber nicht genau gewusst, was dahintersteht», sagt der 62-Jährige, der als Raumplaner arbeitet. Die Mitglieder des Service-Clubs setzen sich gemeinsam für das Wohl anderer ein und pflegen den freundschaftlichen Austausch. Neu-Mitglieder werden jeweils von einem bestehenden Mitglied vorgeschlagen.

Seit 2004 war Beiner bei vielen wohltätigen Projekten des Clubs mit dabei und führte ihn auch schon als Präsident. Es freut ihn besonders, dass er in seinem Präsidialjahr die erste Frau in den Club aufnehmen durfte.

Beim Rotary Club fühlt er sich wohl

Der Dietiker schätzt das regelmässige Zusammenkommen. «Im Rotary Club habe ich ein Gefühl der Geborgenheit», sagt er. In den letzten 17 Jahren seien sehr schöne Freundschaften entstanden, passend zum Club-Motto «In der Freundschaft wächst die Kraft». Nach den wöchentlichen Treffen mit gemeinsamen Mittagessen, Vorträgen und dem Austausch untereinander, kehre er jeweils beschwingt zur Arbeit zurück.

Doch wegen Corona fallen diese Treffen im Moment weg. «Nun haben wir ein wöchentliches Video-Meeting, an dem jeweils 20 bis 30 Mitglieder teilnehmen», sagt Beiner. So könnten sie das Club-Leben aufrechterhalten. Veranstaltungen und der persönliche Kontakt fehlten ihm aber sehr.

ROKJ Limmattal ermöglicht Kindern Sport und Musik

Beiner ist Gründungsmitglied des gemeinnützigen Vereins ROKJ Limmattal. Die Rotary Clubs Zürich-Dietikon und Zürich-Limmattal gründeten ihn 2016. ROKJ steht für Rotary für Kinder und Jugendliche. «Wir unterstützen Familien im Limmattal, die in wirtschaftlich und sozial schwierigen Verhältnissen leben. So zum Beispiel alleinerziehende Mütter, deren Kinder ein Musikinstrument erlernen oder in einem Sportverein aktiv mitwirken möchten. Eltern, Sozialämter oder das Kinder- und Jugendhilfezentrum Dietikon stellen Gesuche an den Verein. Sind die Voraussetzungen erfüllt, übernimmt ROKJ Limmattal die Finanzierung», sagt Beiner.

Obschon sich ROKJ Limmattal auf Sport und Musik fokussiert, «ist es aber nicht ausgeschlossen, dass wir den Zweck später erweitern», sagt Beiner, der 2020 das Präsidium übernahm. Schon jetzt unterstützten sie in Ausnahmefällen auch ausbildungsbezogene oder schulische Aktivitäten wie die Sprachförderung von Flüchtlingskindern.

Das Geld für die Unterstützung stammt von den Clubmitgliedern und von Benefizanlässen, die ein- bis zweimal im Jahr stattfinden. Die Anlässe werden mit Sponsorengelder unterstützt, die ROKJ zugutekommen.

In der Region zu helfen ist ihm wichtig

Beiner schätzt es, mit dem Club und ROKJ etwas in seiner unmittelbaren Umgebung zu bewirken. «Es ist eine grosse Freude, wenn man eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für Kinder ermöglichen kann», sagt er. «Manchmal erhalten wir berührende Dankesschreiben von den Kindern und auch von Eltern, die sehr froh sind, um unsere Unterstützung.» Das motiviere ihn, weiterhin für ROKJ am Ball zu bleiben.

Mein Ding

In der Rubrik «Mein Ding» stellen Limmattaler ihre Leidenschaft vor. Sind auch Sie «besessen» von einer Sache? Wollen Sie zeigen, was Ihr Ding ist? Dann schreiben Sie uns ein E-Mail an redaktion@limmattalerzeitung.ch oder einen Brief an Limmattaler Zeitung, Redaktion, Heimstrasse 1, 8953 Dietikon.