Unterengstringen

Nach dem Lockdown läuft es: Laura Witschi tritt als Gastgeberin in die Fussstapfen ihres Vaters

Kurz nach der Eröffnung von «Witschi’s Lounge & Bar» in Unterengstringen wurde das Lokal von Corona getroffen. Mittlerweile finden sich aber wieder viele Gäste im Lokal ein und die neue Chefin, Laura Witschi, träumt schon von Fondueabenden.

Laura Witschi tritt in grosse Fussstapfen. Ihr Vater war ein Zürcher Original gewesen und sein Restaurant, das «Witschi’s», mehrfach prämiert und im ganzen Limmattal bekannt. Als Nachfolger für das geschlossene «Witschi’s» hat sie im Januar die «Witschi’s Lounge & Bar» eröffnet. Mit einem für Unterengstringen neuen Konzept einer Lounge und Bar sollten Gäste künftig den Apéro bei ihr geniessen.

Trotz dem einzigartigen Konzept konnte Laura Witschi bei den Gästen punkten: «Das Geschäft läuft gut. Ich habe das Gefühl, dass die Lounge zu einer Art Treffpunkt geworden ist. Die Gäste mögen vor allem das familiäre und gemütliche Umfeld.» Auch wenn sich die Gäste anfangs sowohl in Sachen Kosten wie auch in Sachen Angebot ein wenig umgewöhnen mussten. «Anfänglich kamen einige Gäste und dachten, es wäre viel teurer. Aber die Preise sind wirklich moderat. Oder sie kommen her und denken, es gäbe eine riesige Auswahl an Speisen. Aber die Leute sollen für einen Apéro hierherkommen», so Laura Witschi. Die Bar wird sowohl von neuen als auch von ­alten Gästen besucht.

Blick auf die Bar.

Blick auf die Bar.

Der Lockdown traf das Lokal nach der Eröffnung sehr hart

Nach der Eröffnung ihrer Bar kam es für Laura Witschi Schlag auf Schlag: Auch wenn die Lounge nach der Eröffnung gut angelaufen war, so musste sie sie alsdann wegen des Lockdowns schliessen. Als wäre die Schliessung ihres Lokales nicht genug schlimm gewesen, kam es noch dicker: «Es ist die eine Sache nach der anderen gekommen. Die Geschirrspülmaschine ging plötzlich nicht mehr, wir hatten einen Wasserrohrbruch und so weiter. Wenn das Haus nicht meinem Vater gehört hätte, ­hätte ich grössere Probleme ­gehabt.» Dennoch sei sie sehr froh um die Mittel des ­Bundes gewesen. Diese haben ihr sehr durch die Krise ge­holfen.

Kunst in der «Witschi's Lounge & Bar».

Kunst in der «Witschi's Lounge & Bar».

Nach dem Lockdown habe sie an der Idee ihrer Lounge und Bar gezweifelt. Die Gäste nach der Krise haben ihr aber Mut gegeben und ihr gezeigt, dass es das Richtige sei, was sie mache. Es besuchen nämlich so viele Gäste das Lokal, als wäre der Lockdown nicht geschehen: «Von den Gästezahlen her hat es sich erstaunlich schnell wieder erholt. Ich habe schon gemerkt, wie froh die Leute sind, dass sie wieder ausgehen können.»

Den Einfluss ihres Vaters spürt Laura Witschi nicht stark. «Er hält sich sehr zurück. Auch wenn es während des Lockdowns vielleicht so war, weil er in Frankreich stecken geblieben ist», sagt sie mit einem Augenzwinkern. Trotzdem kann sie jederzeit auf ihre Eltern zählen: «Meine Mutter unterstützt mich an den verschiedensten Orten. An ihr ist eine Innenarchitektin verloren gegangen. Mein Vater hat mir während des Lockdowns bei technischen Fragen geholfen. Ich schätze es sehr, dass mich meine Eltern so unterstützen.»

In Zukunft mit geschmolzenem Käse auf der Karte?

Anders als bei ihrem Vater wird man bei ihr geschmolzenen Käse auf der Speisekarte finden können. «Da bin ich komplett anders wie mein Vater. Für mich gehört ein Fondue einfach zum Winter. Dann muss er wohl fernbleiben vom Lokal», sagt sie lachend. Stichwort Fondue: In Zukunft will Laura Witschi in ihrer Bar Events wie zum Beispiel Fondueabende anbieten. «Jetzt kann ich das ­wegen der Schutzmassnahmen natürlich noch nicht umsetzen, aber für nächstes Jahr ist das ein Projekt. Ein Event pro Monat wäre das Ziel», erklärt sie.

Die weitere Zukunft von «Witschi’s Lounge & Bar» steht noch in den Sternen. Ewig lang wird das Haus nicht mehr zur Verfügung stehen. Ihr Vater will das Grundstück nämlich verkaufen. Bis der Verkauf des Grundstückes unter Dach und Fach ist, wird sie jedoch ­bleiben können. «Ich sehe das Ganze gelassen und werde weiterschauen, wenn alles festgelegt ist. Es wäre schön, wenn ich in der Neubebauung mein Lokal unterbringen könnte», so Laura ­Witschi.

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