Spital Limmattal

Neuer Stützpunkt des «Limmi»-Rettungsdiensts ist eingeweiht

Das Spital Limmattal feiert sein neues Rettungsdienst-Gebäude. . Dank ihm sollen Rettungen noch schneller werden.

Es riecht intensiv nach Neubau im neuen Haupt­quartier des «Limmi»-­Rettungsdiensts, das gestern Abend eingeweiht ­wurde. Die Farbe Grau dominiert. So unberührt das ­Gebäude wirken mag: Die 38 Rettungssanitäterinnen und -sanitäter und ihre 6 Rettungsfahrzeuge sind bereits am 24. Oktober in das neue Gebäude eingezogen. Sie konnten somit schon erste ­Erfahrungen sammeln. Für ­Rettungsdienst-Leiter Stiafen Furger ist klar: «Alles ist kompakter. Wir werden so noch schneller ausrücken können, das wird sich in den nächsten Monaten zeigen.» Zur erwarteten Effizienzsteigerung hat auch beigetragen, dass der Rettungsdienst bei der Planung des neuen Gebäudes mitreden konnte.

«Jetzt könnt Ihr noch ein bisschen schneller sein», sagte auch Spitaldirektor Thomas Brack zu den Rettungssanitäterinnen und -sanitätern. Diese sind durchschnittlich über 6000 mal pro Jahr im Einsatz und absolvieren dabei im 24-Stunden-Betrieb 130 000 Einsatzkilometer – hauptsächlich in den zehn Vertragsgemeinden im Limmattal und den sieben Vertragsgemeinden im Furttal. Letztere werden insbesondere auch vom zweiten Stützpunkt in Regensdorf aus bedient. Eine weitere Zahl nannte Spitalpräsident Markus Bärtschiger: Der Rettungsdienst braucht heute durchschnittlich nur acht Minuten von der Alarmauslösung bis zum Eintreffen am Einsatzort.

Das Prädikat «raketenschnell» sprach Spitaldirektor Brack nicht nur dem Rettungsdienst, sondern auch der Baufirma Losinger Marazzi zu, die das Gebäude innert acht Monaten gebaut hat. Und dabei innovativ war: Die Fassade wurde im September nicht von Menschen bemalt, sondern von Drohnen mit Farbe besprüht (die Limmattaler Zeitung berichtete). Die Eröffnung des Rettungsdienst-Neubaus sei eine weitere Stufe der erfolg­reichen Zusammenarbeit zwischen Losinger Marazzi und dem Spital Limmattal, hielt ­Philippe Bernard, Leiter Region Nordost bei Losinger Marazzi, fest. Insgesamt schlägt der ­Neubau mit drei Millionen Franken zu Buche.

«Ein wichtiger Teil der Versorgungskette»

Das ist nichts im Vergleich zu den 270 Millionen Franken, die das 2018 eröffnete neue Spital-Gebäude kostete. Trotzdem: Der Stützpunkt des Rettungsdiensts sei kein Nebenschauplatz, sagte Brack: «Er ist ein wichtiger Teil der Versorgungskette, der wichtig ist, damit das ganze System funktionieren kann.» Und nicht nur das: Der Rettungsdienst sei einer der besten Werbeträger für das «Limmi», sagte Spitalpräsident Bärtschiger. Schliesslich sind seine Fahrzeuge nicht nur farblich, sondern dank Sondersignal auch akustisch auffällig.

Zuletzt war der 1970 eingeführte Rettungsdienst in verschiedenen Provisorien untergebracht und musste mehrmals zügeln. Nun hat er seinen endgültigen Standort mit allem, was dazugehört, unter einem Dach. Ein Beispiel: Auch ein Waschplatz ist Teil des Stützpunkts. Bislang mussten die Rettungsfahrzeuge noch bei der Schlieremer Feuerwehr gewaschen werden.

Die Einweihung des neuen Rettungsdienst-Stützpunkts ist noch nicht der letzte Meilenstein der baulichen Tätigkeiten des Spitals. Anfang 2020 sollen der Bau des neuen Pflegezentrums auf dem Areal des alten Spital-Hochhauses beginnen. Das neue Pflegezentrum soll 2023 eröffnet werden.

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