Von 1998 bis 2004 war Peter Voser Spitalpräsident. Heute ist der Schlieremer alt Stadtpräsident (FDP) in der Kommission für Ortsgeschichte tätig. Gute Voraussetzungen, um ein Jahrheft über das Spital Limmattal zu verfassen. Angesichts des Spital-Neubaus, dessen Vollbetrieb im Oktober startete, lag das Thema auf der Hand. Mit dem Neujahrsblatt von Dietikon aus dem Jahr 2001 gibt es allerdings bereits ein Werk, das die Spitalgeschichte erzählt. So musste Voser einen neuen Fokus suchen. «Wie war es 1970? Wie ist es 2018? Mein Ansatz ist die Gegenüberstellung», sagte er, als er das Jahrheft 2018 am Donnerstagabend im neuen Spital-Auditorium vorstellte.

So stehen sich im Jahrheft etwa der Rettungsdienst von damals und heute gegenüber. Und der damalige und der heutige Alltag der Pflegepersonen. Aus der 50-Stunden-Woche in Schwesterntracht mit Häubchen wurde eine 42-Stunden-Woche in Berufskleidern mit Hosen.

Oder die Medizin von damals und von heute. Ein Beispiel ist der Ersatz von Hüftgelenken: 1970 mussten die Operierten noch mehrere Wochen lang im Spital verweilen. Heute sind es maximal zehn Tage, heisst es im Kapitel zur Orthopädischen Klinik. Überhaupt hat sich die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Patienten von 13,3 auf 4,8 Tage reduziert.

Mit dem Jahrheft kann man nun in 28 solche vergleichende Kapitel eintauchen. Gestaltet hat die rund 80 Seiten Charly Mettier. Marianne Bühler und Peter Hubmann, die ebenfalls in der Kommission für Ortsgeschichte tätig sind, nahmen sich des Lektorats an.

Auch das Spital unterstützte Voser nach Kräften. So bedankte sich Voser an der Vernissage bei Chefarzt Basil Caduff – der nun schon seit drei Jahrzehnten fürs «Limmi» arbeitet –, sowie bei Spitaldirektor Thomas Brack und bei Reinhard Vogel, Kommunikationsverantwortlicher des Spitals. Caduff, der sich das Werk schon angesehen hat, brachte es auf den Punkt: «Das Jahrheft zeigt nicht nur die Geschichte des Spitals, sondern auch die Geschichte der Medizin.» Und Spital- und Stadtpräsident Markus Bärtschiger (SP) empfahl das Jahrheft als Weihnachtsgeschenk.

Hinweis: In der Bibliothek Schlieren und beim Schlieremer Augenoptiker Auer können Interessierte das neue Jahrheft für 20 Franken kaufen.